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Ajna

Ajna (ājñā; auch Ājñā Cakra, Drittes Auge)

Ajna bezeichnet das sechste Chakra im System der subtilen Energiezentren der yogischen und ayurvedischen Überlieferung und wird gemeinhin als das Dritte Auge bezeichnet. Der Begriff leitet sich vom Sanskrit ājñā ab, was Befehl, Erkenntnis oder Wahrnehmung bedeutet und auf die diesem Zentrum zugeschriebene Funktion als Verbindungsglied zwischen universaler Intelligenz und dem individuellen Organismus verweist.

Anatomisch wird Ajna auf der Mittellinie der Stirn zwischen den Augenbrauen lokalisiert. Mit dieser Position korrespondiert exakt der Marma-Punkt Sthapanī, der in der ayurvedischen Körperkartierung an dieser Stelle beschrieben wird und als physisches Korrelat des subtilen Chakra-Zentrums gilt. Acht Fingerbreiten (aṅgula) oberhalb des Dritten Auges befindet sich der Adhipati-Marma am Scheitelpunkt des Schädels, der der Fontanelle entspricht und in der yogischen Tradition dem siebten Chakra zugeordnet wird.

In der ayurvedischen Überlieferung gelten Chakras als Orte höchster Prana-Aktivität, die über das Nervensystem und die endokrinen Drüsen mit dem physischen Körper in Verbindung stehen und damit durch körperliche Berührung und Massage beeinflusst werden können. Im Kontext spiritueller Praxis wird beschrieben, dass die Kuṇḍalinī-Energie, die Schlangenenergie, von der Basis der Wirbelsäule aufsteigt und nacheinander die sechs unteren Chakras, einschließlich Ajna, durchquert, bevor sie den Scheitelbereich erreicht.

In der Massagepraxis wird der Sthapanī-Marma an der Ajna-Position mit kleinen kreisenden Bewegungen der Fingerkuppen stimuliert. Im Rahmen der Selbstmassage (Sva-Abhyaṅga) wird empfohlen, den Punkt im Uhrzeigersinn leicht zu massieren. Traditionell wird angenommen, dass die Behandlung dieses Bereichs zur Beruhigung des Geistes, zur Förderung meditativer Zustände sowie zur Unterstützung von Augenkraft und Konzentrationsfähigkeit beitragen kann. Darüber hinaus wird der Stimulation dieses Punktes in einigen Quellen eine lösende Wirkung auf stagnierte oder unausgedrückte emotionale Zustände zugeschrieben, wobei diese Aussagen als Ausdruck traditioneller Überzeugungen zu verstehen sind. Als ergänzende Praxis gilt das Auftragen von Sandelholzpaste (candana) auf die Stirnregion vor der Meditation, dem kühlende und geistberuhigende Eigenschaften zugeschrieben werden.

Gehört mehreren Traditionen an: Das Chakra-Konzept entstammt der yogischen und tantrischen Überlieferung; die Verbindung zum Sthapanī-Marma und zur Massagepraxis verankert den Begriff zugleich im klassischen Ayurveda.

Ergänzend sei auf die Einträge Sthapani Marma, Adhipati, Prana sowie Abhyanga verwiesen.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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