
Akasha
Akasha (ākāśa; auch Akash, Ākāśa-Mahābhūta)
Akasha bezeichnet das Element des Raumes oder Äthers und gilt als das subtilste der fünf Grundelemente (Pañcamahābhūta), aus denen nach āyurvedischer Lehre sowohl das Universum als auch der menschliche Körper aufgebaut sind. Etymologisch leitet sich ākāśa aus der Sanskritwurzel kāś (leuchten, scheinen, erscheinen) mit dem Präfix ā ab und verweist auf den alldurchdringenden, leuchtenden Raumgrund, in dem alle Erscheinungen entstehen. In der klassischen Überlieferung wird Akasha mit dem materiellen Feld in Verbindung gebracht, das durch Tamas — das Prinzip der Trägheit und Materialität — erschaffen wird.
Die physikalischen Qualitäten (Guṇas) des Akasha umfassen Weichheit, Leichtigkeit, Feinheit und Glätte. Als primäre Sinnesqualität ist Akasha dem Klang (Śabda) zugeordnet; es ist das einzige Element, das ausschließlich diese eine Sinnesqualität trägt, während alle anderen Elemente die Qualitäten der ihnen vorangegangenen Elemente kumulativ in sich vereinen. Im Körper manifestiert sich Akasha als Schöpfer von Hohlräumen, Poren und Kanälen (Srotas) und ist mit der Weichheit der Gewebe sowie der motorischen Funktion des Mundes assoziiert. Als Sinnesorgan ist ihm das Ohr zugeordnet.
Der regionalen Körperlehre der yogischen und āyurvedischen Tradition zufolge nimmt Akasha den Bereich zwischen der Augenbrauen-Mitte und dem Scheitel des Kopfes ein. Seine Qualitäten überwiegen in Bereichen wie Ohren, Mund, Rachen und Geist, die alle durch ihre inhärente Hohlheit oder Rezeptivität mit dem Raumelement in Verbindung stehen.
Im System der Tridoṣa verbindet sich Akasha mit dem Element Vāyu (Luft), um gemeinsam das Vāta-Dosha zu konstituieren. In der Lehre der sechs Geschmacksqualitäten (Ṣaḍrasa) erzeugt die Verbindung von Akasha und Vāyu den bitteren Geschmack (Tikta), der seinerseits Vāta-aggravierend und Pitta- sowie Kapha-mindernd wirkt.
Auf psychologischer und emotionaler Ebene werden dem Akasha eine Reihe mentaler Qualitäten zugeordnet; die klassische Überlieferung nennt in diesem Zusammenhang Liebe, Feindschaft, Scham, Furcht und Anhaftung als Zustände, die mit dem Raumelement assoziiert sind. Im Modell der fünf Hüllen (Pañcakoṣa) nimmt das Bewusstseinsprinzip bei der Embryonalentwicklung zunächst das Element Akasha auf, bevor sich die übrigen vier Elemente sukzessive manifestieren — ein Befund, der die ontologische Priorität des Raumelements in der klassischen Kosmologie unterstreicht. Im subtilen Körper wird das fünfte Chakra, lokalisiert an der Basis des Halses oder im Bereich des Schlüsselbeins, mit dem Element Akasha in Verbindung gebracht.
Diagnostisch äußert sich eine gesunde Akasha-Dominanz im Körper als eine reine, bläuliche, geschmeidige und glänzende Erscheinungsqualität (Chāyā). Therapeutisch werden Substanzen mit raumdominanten Eigenschaften eingesetzt, um dort Hohlheit und Leichtigkeit zu erzeugen, wo im Körper Verdichtung, Schwere oder Obstruktion vorliegen — ein Prinzip, das der Guṇa-Lehre des Gleichgewichts durch entgegengesetzte Qualitäten folgt.
Gehört zur Tradition des klassischen Āyurveda, mit engen Bezügen zur vedischen Philosophie und Sāṃkhya-Kosmologie.
Vgl. die Einträge Panchamahabhuta, Vata, Tridosha, Guna, Srotas und Prana.
ayur yoga massage · Thai-Massage · Shiatsu · Ausbilderin
Anne Wuchold
Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.
Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.
Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.
In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.


