
Amashaya
Āmāshaya (āmāśaya; auch Amashaya, Amasaya)
Āmāshaya bezeichnet in der ayurvedischen Physiologie den Magen und den Dünndarm und gilt als das primäre Organ der frühen Verdauungsphase. Es ist im Rumpf zwischen Nabel und Brust lokalisiert und wird im Zusammenhang mit den Körperkanälen (Srotas) der linken Körperseite zugeordnet.
In funktionaler Hinsicht werden alle Nahrungskategorien — Essbares, Kaubares, Trinkbares und Schleckbares — im Āmāshaya verdaut; die ausgereiften Verdauungsprodukte werden anschließend über die Blutgefäße an alle Organe verteilt. Der Āmāshaya stellt zugleich einen zentralen Sitz mehrerer Dosha-Subtypen dar. Ranjaka Pitta ist hier lokalisiert und wandelt das nutzbare Verdauungsprodukt in Blutgewebe (Rakta Dhatu) um. Kledaka Kapha residiert ebenfalls im Āmāshaya und befeuchtet harte Speisemassen, um den Verdauungsprozess zu unterstützen. Pachaka Pitta hat seinen Hauptsitz zwar zwischen Āmāshaya und Pakvashaya (Dickdarm), steuert jedoch die Umwandlung der Nahrung im gesamten dazwischenliegenden Bereich.
Der Āmāshaya gilt als Wurzel des Annavaha Srotas, jenes Kanalsystems, das die Nahrung transportiert. Ist das Verdauungsfeuer (Agni) geschwächt, bildet sich die Nährflüssigkeit (Rasa Dhatu) nicht ordnungsgemäß aus und verbleibt roh und vitiiert; dieses unverdaute Material verbleibt im Āmāshaya und wird als Ama (Toxine) bezeichnet. Mehrere bedeutende Erkrankungen werden auf dieses Organ zurückgeführt: Jwara (Fieber) etwa wird als Erkrankung des Rasavaha Srotas beschrieben, deren spezifischer Ursprung im Āmāshaya liegt und auf eine gestörte Verdauung zurückgeht. Bei der klinischen Untersuchung kann ein Gefühl der „Leere" im Āmāshaya als diagnostischer Hinweis auf bestimmte Dosha-Ungleichgewichte gewertet werden.
Energetisch ist der Āmāshaya mit dem Sūrya Marma (Sonnenpunkt) verbunden. Diesem Marma-Punkt wird eine besondere Wirksamkeit bei Magenstörungen wie Hyperazidität, Gastritis und allgemeinem Unwohlsein zugeschrieben, die vorrangig als Störungen des Pachaka Pitta gelten. Traditionell wird angenommen, dass die Stimulation dieser Region durch spezialisierte ayurvedische Massage oder Marma-Therapie die metabolische Wärme und die Verdauungsfunktion regulierend unterstützt.
Siehe auch die Einträge Pachaka Pitta, Ama und Sūrya Marma.
ayur yoga massage · Thai-Massage · Shiatsu · Ausbilderin
Anne Wuchold
Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.
Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.
Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.
In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.


