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Ani

Ani (āṇi marman)

Ani bezeichnet einen Vitalpunkt (marman) und gehört zur Gruppe der snāyu marmāṇi, jener siebenundzwanzig marmāṇi, die an Ligamentverbindungen lokalisiert sind. Der Begriff āṇi bedeutet im Sanskrit „Achsnagel" oder „Zapfen" und verweist auf die punktförmige, stiftartige Qualität dieses anatomisch präzise lokalisierten Punktes. Im menschlichen Körper existieren vier Ani-Punkte, je einer an jedem der vier Extremitäten.

Die Lokalisation unterscheidet sich je nach Extremität. An den unteren Gliedmaßen befindet sich Ani oberhalb und seitlich der Kniescheibe: Der dorsale Aspekt liegt drei aṅgula (Fingerbreit) oberhalb des Knies, der anteriore Aspekt unmittelbar oberhalb und leicht seitlich der Patella. An den oberen Gliedmaßen liegt Ani auf der Innenseite des Arms, vier aṅgula unterhalb des ūrvi marman, das heißt knapp oberhalb der Ellenbeuge.

Als snāyu marman gilt Ani primär als Sitz des vāyu-Elements (Windprinzip) und des soma-Prinzips (Mondprinzip). An diesem Punkt ist aufgrund der Konvergenz von Muskeln, Knochen, Ligamenten, Arterien und Nerven häufig eine deutliche Pulsation tastbar. In komparativer Perspektive wird der Ani-Punkt am Arm in einigen Quellen dem Akupunkturpunkt Quze PC-3 der Traditionellen Chinesischen Medizin zugeordnet; diese Entsprechung ist als schulübergreifende Analogie zu verstehen und nicht als inhärente Kategorie des klassischen Ayurveda.

In der Praxis der ayurvedischen Ganzkörpermassage nimmt die Stimulation der Ani-Punkte eine definierte Stellung ein. Der Behandler verwendet Fingerkuppen oder Daumen und führt kleine konzentrische Kreisbewegungen auf dem Punkt aus, wobei die rechte Hand im Uhrzeigersinn und die linke Hand gegen den Uhrzeigersinn geführt wird, um dem natürlichen Energiefluss zu folgen. In der Armmassage wird Ani typischerweise nach dem ūrvi marman behandelt, innerhalb einer absteigenden Sequenz in Richtung Ellenbogen.

Als marman gilt Ani als vulnerabler Punkt, an dem prāṇa in besonderer Konzentration residiert. Traumatische Einwirkungen auf marmāṇi können nach klassischer Überlieferung schwerwiegende Folgen haben, darunter starke Schmerzen, Deformierung oder Funktionsverlust der betroffenen Extremität. Für den Ani-Punkt am Arm vermerken die Quellen eine besondere Berührungsempfindlichkeit der umgebenden Strukturen.

Gehört zur Tradition des klassischen Ayurveda.

Ergänzend sei auf die Einträge Marma, Urvi Marma, Janu Marma sowie Prana verwiesen.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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