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Ap

Ap (apas; auch Apah, Ambu, Jala)

Ap bezeichnet das Wasserelement innerhalb des klassischen indischen Erkenntnissystems der fünf großen Elemente (pañcamahābhūta), das neben Erde (pṛthvī), Feuer (agni), Luft (vāyu) und Äther (ākāśa) als einer der grundlegenden Bausteine aller Materie gilt — sowohl in der äußeren Welt als auch im menschlichen Organismus. Die Vielzahl der Sanskrit-Bezeichnungen (apas, ambu, jala) verweist auf die kulturelle und sprachliche Tiefe, mit der das Wasserelement in der vedischen Überlieferung besetzt ist.

Ap ist konstitutiver Bestandteil zweier der drei biologischen Humores. Zusammen mit dem Erdelement (pṛthvī) bildet es Kapha, den Humor, der Struktur, Stabilität und Schmierung im Organismus gewährleistet. In Verbindung mit dem Feuerelement (agni) konstituiert Ap das Pitta, das den Bereich des Stoffwechsels, der chemischen Umwandlungen und der Verdauungsprozesse regiert. Das Wasserelement ist damit sowohl für die aufbauend-stabilisierenden als auch für die transformativen Funktionen des Lebens unverzichtbar.

Die physikalischen Qualitäten (guṇa) wasserreicher Substanzen (apya dravya) sind in der klassischen Theorie klar beschrieben: Sie gelten als flüssig (drava), kalt (śīta), schwer (guru), fettig-ölig (snigdha), träge (manda) und schleimig-klebrig (picchilā). Therapeutisch wirken sie befeuchtend (kleda), gleitend-ölend (sneha) und verbindend (bandhakṛt); traditionell wird angenommen, dass sie sättigend und beruhigend (prahlāda) auf den Organismus wirken.

Im menschlichen Körper manifestiert sich Ap in einer Vielzahl physiologischer Flüssigkeiten: in Sperma, Blut, Fettgewebe, Urin, Schleim, Speichel und Lymphflüssigkeit. In den regionalen Körpereinteilungen, wie sie im Yoga und in der ayurvedischen Therapie verwendet werden, ist das Wasserelement zwischen Knien und Nabel lokalisiert. Sinnesphysiologisch ist Ap dem Geschmackssinn (rasa) zugeordnet: Es gilt als die substanzielle Grundlage der Zunge als Geschmacksorgan und als unabdingbare Voraussetzung für die Wahrnehmung von Geschmack überhaupt. Auf motorischer Ebene wird es mit der Greif- und Tastfunktion der Hände (pāṇi) in Verbindung gebracht.

Hinsichtlich der sechs Geschmacksrichtungen (ṣaḍ rasa) nimmt Ap eine zentrale Stellung ein: Der süße Geschmack (madhura) wird aus Erde und Wasser zusammengesetzt, der saure (amla) aus Feuer und Wasser, der salzige (lavaṇa) ebenfalls aus Wasser und Feuer. In seiner reinsten Erscheinungsform — traditionell dem unberührten Regenwasser gleichgesetzt — gilt Ap als belebend (jīvanīya), den Geist anregend und in seiner Qualität dem Nektar vergleichbar.

Zu verwandten Begriffen siehe die Einträge Pañcamahābhūta, Kapha, Pitta, Rasa und Snehana.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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