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Bahu

Bahu (auch Baahu) ist die Sanskrit-Bezeichnung für den Arm beziehungsweise die obere Extremität und wird zu den sechs Hauptabschnitten des menschlichen Körpers gezählt.

Anatomisch gliedert sich der Bahu in Oberarm und Unterarm. Das knöcherne Gerüst der Arme besteht aus sechs Hauptknochen, von denen zwei auf den Oberarm und vier auf den Unterarm entfallen. Nach der ayurvedischen Anthropometrie, Pramana genannt, beträgt die ideale Länge des Oberarms sechzehn, die des Unterarms fünfzehn Fingerbreiten. Bei einer Person mit hervorragender Gewebequalität des Muskelgewebes, Mamsasara genannt, zeichnen sich die Arme durch feste, kräftige und wohlproportionierte Muskulatur aus, was traditionell als Zeichen von Kraft und Ausdauer gilt.

In jedem Arm befinden sich elf Marma-Punkte, insgesamt also zweiundzwanzig für beide oberen Extremitäten; sie gelten als vitale Knotenpunkte von Muskeln, Gefäßen, Bändern, Knochen und Gelenken. Der Kakshadhara liegt in der Achselhöhle, dessen Stimulation traditionell die Lymphzirkulation beeinflusst. Der Lohitaksha befindet sich in der Achselfalte beziehungsweise im inguinalen Bereich des Arms; eine sanfte Druckanwendung an diesem Punkt soll die Bewegungskraft des Arms stärken, während übermäßiger Druck zu vorübergehender Schwäche oder Gefühllosigkeit führen kann. Urvi liegt in der Mitte des Oberarms, Ani im Inneren des Arms knapp oberhalb des Ellenbogens und Kurpara im Inneren des Ellenbogengelenks. Indravasti befindet sich in der Mitte des Unterarms, Manibandha am Handgelenk selbst. Kurchshira liegt in der Mitte des Handgelenks und an der Basis des Daumens, Kuruchcha oberhalb von Kshipra an der Daumenwurzel. Talhridayam findet sich in der Mitte der Handfläche, Kshipra schließlich zwischen Daumen und Zeigefinger.

Die Energie im Bahu wird traditionell als von der Schlüsselbeinregion zu den Fingerspitzen fließend verstanden; die ayurvedische Massage, Abhyanga, wird daher am Arm stets in abwärts gerichteter Bewegung ausgeführt. Die Massage der Arme soll dabei helfen, mentale Probleme zu lösen und Gedanken zu integrieren, indem sie den Fluss des Prana lenkt. Zu den eingesetzten Techniken zählen Klopfungen zur Aktivierung des Nervensystems, Knetungen zur Lösung muskulärer Anspannung, Reibungen mit warmem Öl zur Förderung der Durchblutung sowie Druck- und Greiftechniken an den Gliedmaßen, denen eine stimulierende Wirkung auf die Wachstumshormone zugeschrieben wird.

Klinisch ist der Bahu unter anderem im Zusammenhang mit der Ekanga Vata von Bedeutung, einer Form der Monoplegie beziehungsweise lokalisierten Lähmung, die spezifisch eine einzelne Extremität wie den Bahu betreffen kann. Bei der klinischen Untersuchung gilt der Arm zudem als wichtige Beobachtungsstelle für Suskataa, die Auszehrung, oder Adhimaamsa, übermäßiges Muskelwachstum beziehungsweise Geschwulstbildung, die beide als diagnostische Indikatoren für den Zustand des Mamsa Dhatu dienen.

Siehe auch die Einträge Marma, Mamsa Dhatu, Vata und Prana.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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