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Schröpfen (Cupping)

Schröpfen (śṛṅgāvacaraṇa; auch Alabu-Yantra, Ghati; dt. auch Schröpftherapie)

Schröpfen bezeichnet ein traditionelles therapeutisches Verfahren des Ayurveda, das der Extraktion von verunreinigtem Blut (Rakta) sowie überschüssiger Doshas — vorrangig Kapha und Vata — aus dem Körper dient. Es wird der Blutentziehungstherapie (Rakta Moksha) zugerechnet, die ihrerseits zu den klassischen Reinigungsverfahren des Panchakarma-Systems gehört.

Für die Durchführung des Schröpfens beschreiben die ayurvedischen Quellen drei charakteristische Instrumente. Alabu, ein ausgehöhlter Flaschenkürbis von etwa zwölf Angula Länge und vier Angula Öffnungsdurchmesser, erzeugt durch einen im Inneren platzierten brennenden Docht ein Vakuum, das eine Saugwirkung auf der Haut bewirkt. Ghatika oder Ghata, ein speziell gefertigtes Tongefäß, wird nach demselben Vakuumprinzip wie der Kürbis eingesetzt und dient ebenfalls der Absaugung von Unreinheiten aus dem Gewebe. Shringa, ein hohles Tierhorn mit einer Öffnung von der Größe eines Senfkorns an der Spitze, wird als drittes Instrument beschrieben und findet bevorzugt bei Störungen Anwendung, bei denen Vata oder Pitta das Blut verunreinigt haben.

Die Wahl des Instruments richtet sich nach dem jeweils betroffenen Dosha. Alabu und Ghati gelten als geeignet zur Behandlung von Kapha- und Vata-Störungen; Alabu wird dabei spezifisch zur Extraktion von Kapha-Schleim und stagnierendem Blut eingesetzt. Bei Blutverunreinigung durch Vata oder Pitta wird hingegen das Shringa bevorzugt. Als allgemeine Indikation für das Schröpfen gilt das lokale Stagnieren von Blut, seine Verhärtung im Gewebe oder ein mit diesen Zuständen einhergehender Gefühlsverlust an der betroffenen Stelle. Zeitgenössische Untersuchungen, auf die in den Quellen verwiesen wird, deuten darauf hin, dass trockenes Schröpfen die Schmerzintensität bei primärer Dysmenorrhö signifikant mindern kann; diese Befunde sind jedoch als schulmedizinisch noch nicht abschließend gesichert zu betrachten.

Die wichtigste Kontraindikation betrifft die hitzegenerierenden Schröpfmethoden Alabu und Ghati: Ist das Blut durch Pitta verunreinigt, soll keine feuer- oder hitzebasierte Methode angewendet werden, da die zusätzliche Wärmezufuhr das ohnehin erhöhte Pitta-Dosha weiter aggravieren würde. In solchen Fällen wird stattdessen die Behandlung mit Blutegeln (Jaluka) empfohlen, die als kühlendes und schonendes Verfahren der Blutentziehung gelten.

In Zusammenhang stehen die Einträge Rakta Moksha, Panchakarma, Jaluka sowie die Einträge zu den drei Doshas Vata, Pitta und Kapha.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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