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Guda

Guda (guḍa)

Guda ist ein Sanskrit-Begriff mit zwei eigenständigen Bedeutungsfeldern im klassischen Ayurveda: Er bezeichnet einerseits einen zentralen Vitalpunkt (marman) in der Analregion, andererseits Jaggery, den unraffinierten Rohrzucker, der in der ayurvedischen Pharmazeutik und Diätetik als therapeutisches Grundmittel eingesetzt wird.

Als Vitalpunkt gehört Guda zur Gruppe der māṃsa marmāṇi, der marmāṇi an Muskelverbindungen, und wird als eines der zehn Sitze des Lebensatems klassifiziert. Es handelt sich um ein sadyaḥ prāṇahara marman, einen Punkt, dessen schwere Verletzung unmittelbar lebensbedrohlich sein kann. Guda zählt zu den zwölf marmāṇi der Thorax- und Abdominalregion und ist an der Spitze des Steißbeins (coccyx) lokalisiert. Physiologisch gilt er als motorisches Organ (karmendriya) für die Ausscheidungsfunktion (pāyu) und ist mit dem Feuerelement (tejas) verbunden. Als primärer Sitz von apāna vāyu – jenem vāyu-Subtyp, der für Abwärtsbewegungen wie die Ausscheidung von Stoffwechselabfällen verantwortlich ist – kommt ihm eine zentrale Rolle in der unteren Körperphysiologie zu. In der yogischen Überlieferung wird Guda als eines der „zehn Tore" des Körpers betrachtet, durch die Lebensenergie zirkulieren oder entweichen kann. In der Praxis der ayurvedischen Hüftmassage wird der Guda-Punkt am Ende der Sequenz nach dem Ausreiben der Gesäßmuskulatur durch einen kurzen, sanften Druck stimuliert. Klinisch sind mehrere Erkrankungen spezifisch mit der Guda-Region assoziiert: arśa (Hämorrhoiden) als pathologische Gewebsmassen unter Beteiligung von Haut, Muskeln und Fett; bhagandarā (Analfistel) als schwere Erkrankung mit Fistelgangbildung und multiplen Öffnungen in der Perinealregion; kṛmi (Wurmbefall), der sich häufig durch guḍa kaṇḍu (Analpruritus) manifestiert. Plötzliche, scharfe vāta-Bewegungen von der Analregion in Richtung Nabel gelten in der klassischen Überlieferung bei geschwächten Patienten als Zeichen kritischer Erkrankung oder drohenden Todes.

Als Nahrungsmittel und pharmazeutische Substanz bezeichnet Guda den gereinigten Anteil des Zuckerrohrsafts mit einem geringen Melassegehalt (māla). Ihm werden nährende (br̥mhaṇa), kräftigende (balya) und vāta-reduzierende (vātahara) Eigenschaften zugeschrieben; traditionell wird angenommen, dass er das Wachstum von Knochenmark, Blut, Fett und Muskelgewebe fördert. Als pharmazeutische Basis findet Guda in zahlreichen leckbaren Medizinalzubereitungen (avalehas) Verwendung. Guḍa ghr̥ta, eine Kombination aus Jaggery und Ghee, wird als herzstärkendes Mittel und bei Gicht eingesetzt. Guḍādi avaleha gilt als tonisierende und krankheitsvorbeugende Formulierung. Guḍa dīpyaka yoga wird bei abdominalen Raumforderungen (vātaja gulma) und gestörter Viszerokinetik (udāvarta) eingesetzt. Die Kombination von Guda mit yavānī soll nach klassischer Überlieferung udarda, eine kapha-dominante Urtikaria, innerhalb von sieben Tagen heilen.

Gehört zur Tradition des klassischen Ayurveda.

Weiterführend sind die Einträge Marma, Apana Vaya, Arsha sowie Panchakarma.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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