top of page

Hasta

Hasta

Hasta ist die Sanskrit-Bezeichnung für die Hand, die in der ayurvedischen Lehre als überragendes Organ und als primäres Trägerorgan sowohl für Prana, die Lebensenergie, als auch für den Geist gilt. Sie wird zu den fünf Handlungsorganen, Karmendriya genannt, gezählt, und zwar speziell als Organ des Greifens, Pāni, und steht energetisch mit dem Element Wasser, Āp, in Verbindung.

Den Händen kommt eine wesentliche Bedeutung für den menschlichen Ausdruck und die Interaktion mit der Umwelt zu. Im sakralen indischen Tanz drücken die Hände komplexe Emotionen durch Mudras, bestimmte Handhaltungen, aus. Die Finger werden traditionell als Verbindungsglieder zwischen Geist und Außenwelt verstanden, die mentale Zustände ausdrücken und es dem Geist ermöglichen, sich zu zentrieren beziehungsweise „einspitzig" zu werden. Bei Anbetungsritualen und in der Heilarbeit dienen die Hände als Verbindungsstellen, über die Energie erhöht und psychische Strömungen gelenkt werden können.

In Hand und Handgelenk befinden sich mehrere für die ayurvedische Massage und Therapie bedeutsame Marma-Punkte. Von den insgesamt elf Marmas jeder oberen Extremität sind neun speziell dem Bereich von Hand und Handgelenk zugeordnet. Der Hasta Kshipra liegt zwischen Daumen und Zeigefinger; seine Stimulation beeinflusst den Fluss der Lebensenergie. Der Tala Hridayam befindet sich in der Mitte der Handfläche und gilt als das „Herz der Handfläche". Kuruchcha liegt an der Daumenwurzel, im Bereich des sogenannten Venushügels, während Kurchshira in der Mitte des Handgelenks und an der Basis von Daumen beziehungsweise kleinem Finger lokalisiert ist. Manibandha bezeichnet das Handgelenk selbst, Angushtha Mūla die Basis des Daumens und Bāhya Manibandha die Außenseite des Handgelenks. Tarjani ist dem Zeigefinger, Kanīshthika dem kleinen Finger zugeordnet.

Die Handmassage gehört zum festen Bestandteil der Abhyanga-Sequenz, der ayurvedischen Ölmassage, und wird üblicherweise gegen Ende der Behandlung ausgeführt, um das gesamte Wesen zu entspannen. Die Technik umfasst kreisende Bewegungen mit dem Daumen auf Handinnen- und Handrückenfläche sowie eine Bearbeitung der Fingerzwischenräume und der Bereiche zwischen den Mittelhandknochen. Praktizierende „blockieren" dabei häufig ein Marma, etwa das Manibandha, während ein anderes massiert wird, um den Energiefluss gezielt zu beeinflussen. Die Finger werden zudem einzeln artikuliert, indem jedes Gelenk sanft seitwärts gedreht und anschließend leicht gezogen wird, um Spannungen zu lösen. Das Auftragen von Öl auf die Fingerspitzen und den Nagelbereich wird empfohlen, um Trockenheit zu beseitigen, Rissigkeit vorzubeugen und die Nägel zu stärken.

Hinsichtlich der Hygiene der Praktizierenden wird angenommen, dass sich elektrische Energie über die Fingerspitzen entlädt; Therapeuten wird daher empfohlen, vor Beginn einer Behandlung die Handflächen aneinander zu reiben, um die Hände zu „laden". Beim Lösen des physischen Kontakts klatschen sie zudem in die Hände, um die eigene Energie wieder aufzuladen.

Siehe auch die Einträge Marma, Prana und Abhyanga.

engin_akyurt-massage-7452918_1920.jpg

28. Juli – 02. August 2026

50 Stunden · Alle Niveaus

_DSC4883.jpg

04. – 09. August 2026

45 Stunden · Fortgeschrittene

ayur yoga massage · Thai-Massage · Shiatsu · Ausbilderin

Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

_DSC5602.jpg
bottom of page