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Janu Basti

Janu Basti (jānu basti)

Janu Basti bezeichnet die lokale Ölbehandlung des Kniegelenks nach dem Prinzip der basti-Anwendung und stellt eine Erweiterung des klassischen basti-Konzepts auf den Bereich des Bewegungsapparats dar. Der Begriff setzt sich aus jānu (Knie) und basti (Behälter, Reservoir) zusammen. Es ist anzumerken, dass der zusammengesetzte Begriff Janu Basti in den klassischen ayurvedischen Texten nicht als eigenständiger Terminus definiert wird; die Behandlungsform leitet sich vielmehr aus der Anwendung der allgemeinen Prinzipien der lokalen basti-Therapie – wie sie etwa für Kati Basti oder Shiro Basti beschrieben werden – auf die spezifische Anatomie des Kniegelenks ab. Sie ist daher als schulisch überliefertes Verfahren zu verstehen, das auf klassischen Quellen aufbaut, ohne in diesen explizit kodifiziert zu sein.

Das Kniegelenk nimmt im ayurvedischen Verständnis des Bewegungsapparats eine besondere Stellung ein, da es als primär vāta-geprägtes Gelenk gilt und bei Störungen dieses doṣa besonders vulnerabel ist. An der Knieregion werden drei bedeutsame marman-Punkte beschrieben: das vordere jānu marma an der Innenseite des Knies unmittelbar unterhalb der Kniescheibe, das hintere jānu marma in der Kniekehle sowie das vordere āṇi marma. Die klassischen Quellen beschreiben eine gleichzeitige Stimulation dieser Punkte durch kreisförmige Fingerbewegungen, wobei die rechte Hand im Uhrzeigersinn und die linke Hand gegen den Uhrzeigersinn geführt wird, um die energetische Harmonisierung des Gelenks zu unterstützen.

Das Verfahrensprinzip der lokalen basti-Anwendung am Knie entspricht jenem anderer Körperregionen: Ein Reservoir aus einem Teig aus schwarzem Linsenmehl (māṣa) wird um das Gelenk geformt und mit warmem mediziniertem Öl gefüllt, das für die Dauer der Behandlung auf dem Gewebe gehalten wird. Das Öl wirkt nach klassischer Überzeugung als Schmiermittel und Reinigungsmedium zugleich, schützt die Gelenkstrukturen vor Reibung und leitet Wärme gleichmäßig in das tiefer liegende Gewebe. Für Gelenkbeschwerden und vāta-Störungen werden mahānārāyaṇa taila, Sesamöl – mitunter in Kombination mit Bockshornklee zubereitet – sowie spezifische Mischungen aus Oliven- und Senföl empfohlen, wobei die Ölauswahl nach der individuellen doṣa-Konstellation und dem Krankheitsstadium getroffen wird.

Das therapeutische Indikationsspektrum umfasst vāta-bedingte Erkrankungen des Kniegelenks wie Rheuma, Steifheit der Bänder und Sehnen sowie Schwellungen. Als ergänzende Maßnahme nach der Ölanwendung wird das Anlegen einer Paste aus gemahlenen Bockshornkleesamen mittels eines Tuchs um das betroffene Gelenk beschrieben, der traditionell entzündungshemmende und erwärmende Eigenschaften zugeschrieben werden.

Gehört zur Tradition des klassischen Ayurveda; die spezifische Ausgestaltung als eigenständige Behandlungsform ist als schulisch überlieferte Praxis einzuordnen.

Zu verwandten Begriffen siehe Kati Basti, Basti, Marma, Vata sowie Snehana.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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