top of page

Lavana

Lavana (lavaṇa) bezeichnet den salzigen Geschmack, eine der sechs Grundgeschmacksrichtungen (Shadrasa) des klassischen Ayurveda. Eine ausgewogene Aufnahme dieses Geschmacks gilt traditionell als Voraussetzung für eine gesunde Ernährung; Lavana wird vor allem zur Geschmacksverstärkung von Speisen, zur Verdauungsförderung und zur Behandlung bestimmter körperlicher Ungleichgewichte eingesetzt. Der Begriff gehört der Tradition des klassischen Ayurveda an.

Zusammensetzung und Eigenschaften

In der Elementenlehre wird Lavana vorwiegend den Elementen Feuer (Agni) und Wasser (Ap) zugeordnet. Es wird als oleös, heiß und scharf charakterisiert; hinsichtlich des Gewichts gilt es als neutral, weder ausgesprochen schwer noch besonders leicht. Beim Kontakt mit der Zunge löst sich Lavana rasch auf, was zu einer Befeuchtung des Mundes, vermehrtem Speichelfluss und einem leichten Brennen an Wangen und Rachen führt.

Wirkung auf die Doshas

Aufgrund seiner heißen und oleösen Natur wirkt Lavana stark befriedend auf Vata und trägt zur Linderung von Trockenheit und Kälte bei. Bei übermäßigem Konsum vitiiert es hingegen Pitta, dessen feurige Eigenschaft durch die hitzige Natur von Lavana verstärkt wird, sowie Kapha, dessen wässrige Eigenschaft durch die feuchte Natur von Lavana zunimmt. In moderater Menge wird Lavana jedoch eingesetzt, um Kapha zu verflüssigen und die Körperkanäle von Stauungen zu befreien.

Therapeutische Wirkungen

Lavana wird als appetitanregendes und verdauungsförderndes Mittel verwendet, das das Verdauungsfeuer (Agni) entzündet und die Speisen für eine leichtere Verarbeitung erweicht. Es trägt zur Reinigung der Körperkanäle (Srotas) bei und wird traditionell zur Lösung von Steifheit und Starrheit in Gliedmaßen und Organen eingesetzt. Darüber hinaus wird ihm eine milde abführende Wirkung zugeschrieben, die die abwärts gerichtete Bewegung von Ausscheidungsstoffen unterstützt. Als gewebeerweichendes Mittel wird Lavana zudem bei bestimmten inneren Verhärtungen als auflösend wirkende Substanz beschrieben.

Die Salzgruppe (Lavana Gana)

Innerhalb des Ayurveda wird zwischen mehreren Salzarten unterschieden. Saindhava, das Steinsalz, gilt traditionell als das beste und bekömmlichste Salz für den täglichen Gebrauch und zeichnet sich im Vergleich zu den anderen Salzen durch eine kühlende Wirkung aus. Sauvarchala, das Schwarzsalz, ist für sein charakteristisches Aroma bekannt und soll Herz und Rachen klären. Samudra, das gewöhnliche Meersalz beziehungsweise Speisesalz, schmeckt am Ende des Verdauungsprozesses süßlich und kann Kapha erhöhen. Zur Gruppe gehören außerdem Vida-, Romaka- und Audbhida-Salz.

Auswirkungen übermäßigen Gebrauchs

Ein Übermaß an salzigem Geschmack in der Ernährung kann traditionell zu vorzeitigem Ergrauen der Haare, Haarausfall und Faltenbildung führen. Auf systemischer Ebene werden vermehrter Durst, Hautkrankheiten wie Visarpa, eine Erysipel-artige Erkrankung, Blutungsneigungen sowie ein allgemeiner Kräfteverlust genannt. Zudem wird angenommen, dass übermäßiger Salzkonsum Hitze in der Muskulatur erzeugen und die Wahrscheinlichkeit einer Vereiterung von Wunden oder Verletzungen erhöhen kann.

Siehe auch die Einträge Shadrasa, Vata, Pitta, Kapha und Srotas.

engin_akyurt-massage-7452918_1920.jpg

28. Juli – 02. August 2026

50 Stunden · Alle Niveaus

_DSC4883.jpg

04. – 09. August 2026

45 Stunden · Fortgeschrittene

ayur yoga massage · Thai-Massage · Shiatsu · Ausbilderin

Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

_DSC5602.jpg
bottom of page