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Lekhaniya

Lekhaniya (lekhanīya; Sanskrit für „schabend, abkratzend"; abgeleitet von Lekhana) bezeichnet im Ayurveda Substanzen oder Therapien, denen eine schabende Wirkung auf die Körpergewebe zugeschrieben wird. Der Begriff leitet sich von Lekhana ab, was im Sanskrit „schaben" oder „scharifizieren" bedeutet.

Mechanistisch dienen Lekhaniya-Mittel vor allem der Reduktion überschüssiger Gewebe, insbesondere von Meda, dem Fettgewebe, und von Kapha. Substanzen mit bitterem, scharfem und adstringierendem Geschmack entfalten den Quellen zufolge oft diese reduzierende und schabende Wirkung, da sie von Natur aus leicht und rau sind.

Die schabende Wirkung von Lekhaniya findet in mehreren spezialisierten ayurvedischen Behandlungen Anwendung. Lekhana Anjana, ein schabendes Kollyrium, ist eine Augenmedizin, die aus Kräutern mit adstringierendem, saurem, salzigem und scharfem Geschmack sowie heißer Potenz hergestellt wird; sie dient speziell dazu, krankhafte Ablagerungen aus den Augen herauszuschaben. Zur Anwendung wird traditionell ein spezieller Metallstab (Shalaka) aus Kupfer empfohlen. Lekhana Putapaka stellt eine weitere spezialisierte Augentherapie dar, bei der eine medizinische Paste aus Zutaten wie Molke (Mastu), mit Leberpaste von Tieren versetztem Joghurtwasser, Perlen sowie metallischer Asche, etwa von Eisen und Kupfer, zubereitet wird. Im Kontext der Shastra Karya, der Funktionen scharfer Instrumente, bezeichnet Lekhana zudem die chirurgische Schabhandlung; bei deren Ausführung soll der Behandler das Instrument vorsichtig zwischen Griff und Schneide mit Zeigefinger, Mittelfinger und Daumen halten.

Unter den spezifischen Lekhaniya-Substanzen gilt Mishreya, der Fenchel, klassisch als mit Lekhana Karma versehen. Honig wird häufig als Trägerstoff für Lekhaniya-Kräuter verwendet, da seine eigenen Eigenschaften den Schab- und Reduktionsprozess unterstützen. Sitarasika, ein fermentiertes Getränk, wird als abmagernd beschrieben und trägt zur Reduktion überschüssigen Fetts bei. Der bittere Geschmack selbst wird als „reduzierend" charakterisiert und gilt als Absorbens für Feuchtigkeit, Fett, Muskelfett, Knochenmark und Lymphe.

Der Eintrag ist der Tradition des klassischen Ayurveda zuzurechnen; Hinweise auf eine Verbindung zur Methode Kusum Modak liegen anhand der vorliegenden Angaben nicht vor.

Vgl. die Einträge Meda Dhatu, Kapha, Pleeha und Deepaniya.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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