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Lepana


Lepana ist die ayurvedische Bezeichnung für das äußerliche Auftragen medizinischer Heilpasten, sogenannter Lepa, auf den Körper zu therapeutischen, schützenden oder kosmetischen Zwecken. Der Begriff bezeichnet sowohl ein eigenständiges Verfahren der äußeren Therapie als auch, in einem engeren physiologischen Sinn, eine Funktion des Körpergewebes.

Im Zusammenhang mit den Körpergeweben, den Dhatus, gilt Lepanam als die primäre Funktion des Mamsa Dhatu, des Muskelgewebes. Seine Aufgabe besteht darin, das Skelettgerüst zu bedecken beziehungsweise zu umhüllen und dem Körper dadurch Form, Stütze und Schutz zu verleihen.

Als therapeutisches Verfahren zählt Lepana zu den zehn anerkannten Methoden der Marma-Stimulation, mit denen vitale Energiepunkte zu Heilzwecken angeregt werden. Eine besondere Form ist die Mukhalepa, die gezielte Anwendung von Heilpasten im Gesicht, die traditionell drei Zielsetzungen verfolgt: die Doshaha, das Ausgleichen von Dosha-Ungleichgewichten, die Vishaha, das Neutralisieren von Giften und Toxinen, sowie die Varnakara, die Verbesserung von Teint und Schönheit. Für die Anwendung im Gesicht gelten spezifische Regeln hinsichtlich der Schichtdicke der Paste, die zwischen einem Viertel und einem halben Angula, also einer Fingerbreite, variiert. Bei Vata- und Kapha-Ungleichgewichten wird die Paste üblicherweise warm aufgetragen, bei Pitta-Ungleichgewichten kalt.

Die Quellen nennen mehrere klinische Indikationen für Lepana. Bei Amavata, der rheumatoiden Arthritis, gehört die äußerliche Anwendung von Lepa traditionell zur Standardbehandlung gelenkspezifischer oder generalisierter Schwellungen. Bei Ekakushta, der Psoriasis, wird Lepana als palliative Therapie, Shamana, zur Behandlung trockener, schuppender Hautstellen eingesetzt. Bei Katigraha, dem Hexenschuss beziehungsweise Lumbago, kommt eine spezialisierte Form namens Shashtika Lepana zur Anwendung, die aus Shashtika-Reis, einem Bala-Dekokt und Milch hergestellt wird und insbesondere bei mit Schwäche oder Gewebeabbau einhergehenden unteren Rückenschmerzen eingesetzt wird. Bei Apasmara, der Epilepsie, wird die Shirolepa, eine auf den Kopf aufgetragene Paste aus Panchagandha Churna, vermischt mit Buttermilch oder Milch, als äußerliche Anwendung verwendet.

Zu den spezifischen Lepa-Formulierungen zählen die Pathyadi Lepa, die Haritaki enthält, sowie die Shothaghna Lepa, eine schwellungsauflösende Paste auf Basis von Punarnava. Auch Ubtan, die traditionelle aus Nüssen, Mehl, Ölen und Gewürzen hergestellte Paste, die der Reinigung, der Regulierung der Körperwärme und der Verbesserung der Hautgesundheit dient, lässt sich als eine Form der Lepa verstehen.

Siehe auch die Einträge Ubtan, Marma und Dosha.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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