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Madhu

Madhu (auch Honig)

Madhu ist der Sanskrit-Begriff für Honig, eine im Ayurveda hoch geschätzte Substanz, die nicht nur als Nahrungsmittel, sondern auch als potentes medizinisches Trägermittel (Yogavahi) dient, da sie die Eigenschaften der mit ihr kombinierten Kräuter zu verstärken vermag.

Honig besitzt komplexe Eigenschaften, die ihn von anderen süßen Substanzen unterscheiden. Sein Rasa (Geschmack) ist vorrangig süß (Madhura) und adstringierend (Kashaya); seine Virya (Potenz) ist kühlend (Sheeta), und seine Guna (Qualitäten) sind schwer (Guru) sowie auffallend rau bzw. trocken (Ruksha). Anders als die meisten süßen Substanzen, die Kapha vermehren, lindert Honig Kapha aufgrund seiner abschabenden (Chedana), rauen und adstringierenden Eigenschaften. Zudem beruhigt er Pitta und Blutstörungen (Raktapitta). Aufgrund seiner trockenen und adstringierenden Natur vermehrt er jedoch Vata (Vatala).

Klassische Texte unterscheiden vier Haupttypen von Honig nach den Bienen, die ihn produzieren: Makshika, hergestellt von rötlich gefärbten Bienen, gilt als der beste Typ und besitzt eine ölartige Farbe; Bhramara ist der schwerste Typ und durch seine weiße Farbe gekennzeichnet; Kshaudra ist ein bräunlicher Honig; Pauttika weist eine ghee-ähnliche Farbe auf.

Honig wird zur Behandlung einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt. Im respiratorischen und digestiven Bereich gilt er als wirksam gegen Asthma (Shwasa), Husten (Kasa), Schluckauf (Hidhma), Erbrechen (Chardi) und Durchfall (Atisara). Bei Adipositas (Sthaulya) und Diabetes (Meha/Prameha) wird er eingesetzt, da ihm zugeschrieben wird, überschüssiges Fett und Feuchtigkeit abzutragen; als Chakshushya gilt er zudem als augenförderlich. Äußerlich wird Honig zur Reinigung und Heilung von Wunden (Vrana Shodhana und Ropana) verwendet; das Halten von Honig im Mund (Gandoosha) soll Mundulzera heilen und Brennen lindern.

Der Ayurveda gibt strenge Regeln zum Honigverzehr vor, um Toxizität zu vermeiden. Honig sollte niemals erhitzt oder mit sehr heißen Speisen oder Getränken vermischt werden; erhitzt wird ihm der Überlieferung zufolge eine tödliche, giftähnliche Wirkung (Madhvama) zugeschrieben. Der gleichzeitige Verzehr von Honig und Ghee in gleichen Mengen (nach Gewicht) gilt als gefährliche Form der Nahrungsmittelunverträglichkeit (Viruddha) und ist zu vermeiden. Honig sollte im Allgemeinen nur in geringen Mengen verzehrt werden.

Als Yogavahi (Wirkverstärker) wird Honig häufig als Trägermittel für andere Heilmittel verwendet: Er dient als Standardzusatz für zahlreiche Kräuterpulver (Churnas) zur Behandlung von Fieber, Anämie (Pandu) und Husten. Honigwasser wird speziell als Getränk nach den Mahlzeiten für übergewichtige Personen zur Gewichtsreduktion empfohlen. Zudem findet Honig Verwendung in traditionellen Rezepturen wie Rasala (einer Joghurtzubereitung) und Madhushukta (einem fermentierten Getränk).

Siehe auch die Einträge Vata, Pitta und Kapha.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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