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Madhura

Madhura (madhura; Sanskrit für „süß") bezeichnet im Ayurveda den süßen Geschmack, einen der sechs primären Rasas. Er gilt als der energiereichste aller Geschmäcke und wird im Allgemeinen als angenehm, anziehend und erfreulich beschrieben.

In elementarer Hinsicht setzt sich Madhura Rasa vorwiegend aus dem Wasserelement (Ap) zusammen, wobei einige Texte auch das Erdelement (Prithvi) an seiner Bildung beteiligt sehen. Charakteristisch sind die Eigenschaften ölig (Snigdha), kalt (Sheeta) und schwer (Guru); kennzeichnend ist zudem die Tendenz, beim Verzehr einen Belag im Mund zu hinterlassen.

In Bezug auf die drei Doshas mildert und beruhigt Madhura sowohl Vata als auch Pitta und ist besonders wirksam zur Linderung von Durst und der mit Pitta verbundenen Körperhitze. Kapha hingegen wird durch Madhura, aufgrund der gemeinsamen Eigenschaften von Schwere und Feuchtigkeit, verstärkt und gestört.

Bei angemessenem Verzehr bietet Madhura Rasa mehrere gesundheitliche Vorteile. Es fördert Wachstum und Nährung aller sieben Körpergewebe (Sapta Dhatus) sowie von Ojas, der Lebensessenz, und Shukra, dem Reproduktionsgewebe. Es gilt als besonders zuträglich für Kinder, ältere Menschen und Ausgezehrte, da es Kraft, körperliche Fülle und Langlebigkeit fördern soll. Auch der Heilung von Wunden und dem Zusammenwachsen gebrochener Knochen soll es zugutekommen. Darüber hinaus wird Madhura als angenehm für die Sinnesorgane beschrieben, soll den Teint (Varna) verbessern, das Haarwachstum fördern und sich positiv auf Rachen und Stimme auswirken.

Ein übermäßiger oder einseitiger Genuss des süßen Geschmacks kann hingegen zu Kapha-dominanten Störungen führen. Zu den metabolischen Folgen zählen Adipositas (Sthaulya), Diabetes (Meha) sowie die Bildung bösartiger Geschwülste oder Kropfbildungen. Verdauungs- und Atembeschwerden wie Appetitverlust (Mandagni), Schweregefühl, Erbrechen, Husten und Atemnot (Dyspnoe) sowie ein „Belag" in Blase und Rachen können ebenfalls auftreten. Häufig resultiert übermäßiger Süßgenuss zudem in Trägheit, übermäßigem Schlaf und einem allgemeinen Verlust geistiger Klarheit.

Vipaka bezeichnet die Umwandlung des Geschmacks nach der Verdauung. Im Allgemeinen unterliegen Substanzen mit süßem oder salzigem Geschmack der Madhura Vipaka; dieser postdigestive Zustand gilt als schwer, fördert die Ausscheidung von Abfallstoffen, also Urin und Stuhl, und verstärkt sowohl Kapha als auch das Reproduktionsgewebe.

Mehrere Gruppen von Lebensmitteln und Kräutern werden als vorwiegend süß klassifiziert. Zur Madhura Gana, der süßen Gruppe, zählen Ghee, Gold, Milch, Zucker, Zuckerrohr, Rosinen (Draksha), Datteln (Kharjura) und Kokosnuss (Narikela). Unter den Kräutern gelten Süßholz (Madhuka beziehungsweise Yashtimadhu), Jivanti, Gokshura und Vidari als süß. Eine Ausnahme bilden alter Reis, Gerste (Yava), grüne Mungbohnen (Mudga) und Honig (Kshaudra), die zwar süß sind, Kapha jedoch nicht im gleichen Maße verstärken. Honig nimmt dabei eine Sonderstellung ein, da er adstringierend-süß ist und tatsächlich zur Linderung von Kapha-bedingten Störungen beitragen kann.

Der Eintrag ist der Tradition des klassischen Ayurveda zuzurechnen; Hinweise auf eine Verbindung zur Methode Kusum Modak liegen anhand der vorliegenden Angaben nicht vor.

Vgl. die Einträge Shadrasa, Vata, Pitta, Kapha und Brihmana.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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