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Manas

Manas

Manas bezeichnet in der ayurvedischen und yogischen Philosophie den Geist bzw. den Sinnesgeist und fungiert als Vermittler zwischen dem physischen Körper und dem höheren Bewusstsein. Es gilt als eine der drei Komponenten des inneren Organsystems (Antahkarana bzw. Citta), neben Buddhi (Intellekt) und Ahamkara (Ego).

Während fünf Sinnesorgane (Jnanendriyas) und fünf Motororgane (Karmendriyas) existieren, wird Manas als zentrales, elftes Sinnesorgan behandelt. Es erfüllt dabei zwei Hauptfunktionen: Zum einen verarbeitet es Information, indem es Rohdaten der fünf Sinnesorgane empfängt, in bedeutungsvolles Wissen umwandelt und zur Entscheidungsfindung an den Intellekt (Buddhi) weiterleitet. Zum anderen führt es motorische Befehle aus, indem es, sobald der Intellekt eine Entscheidung getroffen hat, diese Anweisungen über die fünf Motororgane umsetzt.

Als primärer Sitz von Manas wird das Herz angegeben. In der Katha Upanishad wird die menschliche Erfahrung mit einem Wagen verglichen: Die Seele ist der Fahrgast, der Körper der Wagen, der Intellekt der Wagenlenker und Manas die Zügel, mit denen die Pferde — die Sinne — gelenkt werden. Der Geist wird als kontinuierlicher Bewusstseinsstrom beschrieben (Mano Vaha Srotas); sein Pfad durchzieht den ganzen Menschen über die fünf Koshas (Hüllen) und wird insbesondere mit Manomaya Kosha (mentaler Körper) identifiziert.

Manas wird von den drei fundamentalen Eigenschaften oder Gunas beeinflusst: Sattva (Reinheit/Leichtigkeit), Rajas (Aktivität/Erregung) und Tamas (Trägheit/Dunkelheit). Ein sattvischer Geist ist demnach durch Frieden, Klarheit und tugendhaftes Verhalten gekennzeichnet, ein rajasischer Geist durch ständige Bewegung, Verlangen und Unruhe, und ein tamasischer Geist durch Trägheit, Unwissenheit und Stumpfheit.

Der Geist gilt als Sitz aller Emotionen, Anhaftungen und Gefühle wie Liebe, Abneigung, Schmerz und Lust. Dem Yoga Vasishtha zufolge sind die meisten modernen Krankheiten, etwa Asthma, Diabetes und Hypertonie, stressbedingt und haben ihren Ursprung im Geist. Werden mentale Störungen in Manomaya Kosha nicht behandelt, äußern sie sich der Überlieferung zufolge schließlich als physische Krankheit in Annamaya Kosha (physischer Körper).

Zur Erhaltung der geistigen Gesundheit empfiehlt der Ayurveda die Sattvavajaya Chikitsa. Diese umfasst die Zurückhaltung des Geistes von unheilsamen Objekten, die Verbesserung von Intelligenz (Dhee), Mut (Dhairya) und Selbsterkenntnis (Atmavijnana) sowie Praktiken wie Pranayama (Atemkontrolle), das den unruhigen Geist durch Regulierung der Bewegung von Prana beruhigen soll, und Meditation (Dhyana), die Verständnis und Gedächtnis vertieft und mentale Störungen beruhigt.

Siehe auch die Einträge Manomaya Kosha, Prana und Tantra.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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