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Manibandha

Manibandha

Manibandha (manibandha; Sanskrit für „Handgelenk") bezeichnet im Ayurveda einen vitalen Energiepunkt (Marma) am Handgelenk und gehört zu den 107 klassischen Marma-Punkten, die als Knotenpunkte der organischen Prinzipien des Körpers, darunter Muskeln, Gefäße, Bänder, Knochen und Gelenke, fungieren.

Manibandha wird als Sandhi Marma klassifiziert, also als ein Marma, das sich an einem Knochengelenk befindet. Im Körper existieren zwei Manibandha-Punkte, je einer an jedem Handgelenk. Lokalisiert ist der Punkt auf der Innenseite des Handgelenks, genau in der Mitte der Handgelenksfalte. In der traditionellen chinesischen Medizin entspricht Manibandha, den vorliegenden Angaben zufolge, dem Akupunkturpunkt Daling PC-7.

Im Rahmen einer ayurvedischen Ganzkörpermassage wird Manibandha als Bestandteil der Behandlungssequenz der oberen Extremität angesprochen. Nach dem Auftragen von Öl reibt der Therapeut den Marma mit den Daumen in kleinen, konzentrischen Kreisen: Die rechte Hand wird dabei im Uhrzeigersinn, die linke Hand gegen den Uhrzeigersinn behandelt. Während der anschließenden Massage der Finger kann der Manibandha-Punkt zudem „blockiert" werden, indem der Therapeut mit dem Daumen gleichmäßigen Druck ausübt, während er gleichzeitig die Finger des Empfängers dreht oder zieht. Im Anschluss an die Stimulation des Marma wird der Empfänger häufig aufgefordert, die Handgelenke zu rotieren, in einer Bewegung, die an die ausdrucksstarken Handhaltungen (Mudras) des traditionellen indischen Tanzes erinnert.

In physiologischer und energetischer Hinsicht gilt der Bereich vom Schlüsselbein bis zu den Fingerspitzen als jene Region, über die Energie in den Körper aufgenommen wird; Hände und Handgelenke fungieren dabei sowohl als Träger des Prana, der Lebensenergie, als auch des Geistes. Der Stimulation des Manibandha Marma wird zugeschrieben, dem Geist zu Zentrierung und Einspitzigkeit zu verhelfen. Da Finger und Handgelenke den Geist mit der Außenwelt verbinden, gilt dieser Punkt traditionell als bedeutsam für den Ausdruck mentaler Zustände und für die Steigerung der Energie bei rituellen Handlungen oder künstlerischen Darbietungen. Wie alle Marma-Punkte stellt Manibandha zudem einen Knotenpunkt von Nerven, Lymphgefäßen, Arterien und Venen dar, die Nährstoffe und Feuchtigkeit zur Versorgung des umliegenden Gewebes transportieren; der Stimulation des Punktes wird zugeschrieben, die Zirkulation dieser Körperflüssigkeiten zu fördern.

Der Eintrag ist der Tradition des klassischen Ayurveda zuzurechnen; Hinweise auf eine Verbindung zur Methode Kusum Modak liegen anhand der vorliegenden Angaben nicht vor.

Siehe auch die Einträge Marma, Kurpara, Prana und Abhyanga.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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