
Manibandha
Manibandha Marma (maṇibandha marman)
Manibandha Marma bezeichnet zwei Vitalpunkte der ayurvedischen Körperlehre, die zur Gruppe der Sandhi Marmas gehören — jener zwanzig Marma-Punkte, die an knöchernen Gelenkverbindungen lokalisiert sind. Je ein Punkt befindet sich an jedem Arm, genau in der Mitte des inneren Handgelenkspalts. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird diesem Punkt eine Entsprechung im Akupunkturpunkt Daling PC-7 zugeschrieben, wenngleich die theoretischen Systeme beider Traditionen grundlegend verschieden sind.
Als Sandhi Marma gilt Manibandha als feste Verbindungsstelle von Muskeln, Gefäßen, Ligamenten, Knochen und Gelenken und damit als primärer Sitz von prana. In der ayurvedischen Theorie wird die Stimulation dieses Punktes mit der Herstellung eines elektrochemischen Gleichgewichts im Körper in Verbindung gebracht, das als Ausdruck der Balance der drei Doshas (vāta, pitta, kapha) und der drei Gunas (sattva, rajas, tamas) verstanden wird. Manibandha wird dem sogenannten mittleren Krankheitspfad zugeordnet; Störungen der Vitalorgane und Gelenke entlang dieses Pfades können der Überlieferung zufolge in Erscheinungsbildern wie Hemiplegie, Fazialisparese oder Gelenksteife und -schmerz zum Ausdruck kommen.
In der Massagesequenz wird Manibandha während der Arm- und Handarbeit behandelt. Als vorbereitende Maßnahme wird beschrieben, dass der Therapeut die eigenen Handgelenke rotiert und die Hände schüttelt, bis ein Kribbeln in den Fingerkuppen spürbar wird, um die eigenen Hände energetisch zu aktivieren. Die eigentliche Stimulation erfolgt mit geölten Daumen in kleinen konzentrischen Kreisbewegungen — im Uhrzeigersinn auf der rechten, entgegen dem Uhrzeigersinn auf der linken Seite. Im Rahmen der Fingermassage wird Manibandha nach dem Prinzip des Blockierens eingesetzt: Der Daumen der stützenden Hand fixiert den Punkt in der Mitte des inneren Handgelenks, während die andere Hand die Fingergelenke mobilisiert. Im Anschluss an die Punktbehandlung kann der Empfänger aufgefordert werden, das Handgelenk zu rotieren und dabei rhythmische Handhaltungen auszuführen, die den mudrās der klassischen indischen Tanztradition ähneln, um verbleibende Gewebsspannungen weiter zu lösen.
Gehört zur Tradition des klassischen Ayurveda.
Vgl. die Einträge Sandhi Marma, Kurchshira Marma und Kurpara Marma.
ayur yoga massage · Thai-Massage · Shiatsu · Ausbilderin
Anne Wuchold
Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.
Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.
Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.
In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.


