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Mantha

Mantha bezeichnet im Ayurveda zwei unterschiedliche Konzepte: eine Kategorie gerührter medizinischer Getränke und einen spezifischen Marma-Punkt im Halsbereich.

Als Getränkekategorie ist Mantha ein Pana (Trankzubereitung), das sich durch gründliches Rühren auszeichnet. Bei der üblichen Zubereitungsmethode werden die Zutaten zu einer Paste vermahlen und für 2 bis 3 Stunden in der vierfachen Menge Wasser eingelegt; anschließend wird die Mischung gründlich gerührt und vor der Verabreichung gefiltert. Bei Patienten mit schwachem Verdauungsfeuer (Agni) kann der Wasseranteil erhöht werden, um eine dünnere, fruchtsaftähnliche Konsistenz zu erzielen. Diese Getränke werden allgemein als sättigende Zubereitungen zur Linderung von Fieber, Husten, Abmagerung, Dysurie, Durst und aufwärtsgerichtetem Vayu eingesetzt.

Mehrere spezifische Mantha-Zubereitungen sind belegt: Yavasaktu Mantha, aus geröstetem Gerstenmehl, Ghee und Wasser hergestellt, gilt als leicht, kräftestärkend und wird bei Durst, Hauterkrankungen und Erschöpfung eingesetzt. Kharjuradi Mantha enthält Datteln und weitere Früchte, gilt als ölig und schwer und ist speziell bei Alkoholismus indiziert. Panchasara Mantha, eine Mischung aus Honig, Datteln, Weintrauben, Parushaka und Kandiszucker, ist süß und kühlend in der Wirkung und wird bei Brennempfindungen und Schwäche eingesetzt. Masuradi Mantha, aus Linsen und Granatapfel zubereitet, gilt als verdauungsfördernd und ist bei Erbrechen indiziert. Godhuma Mantha wird durch das Anbraten von Weizenmehl in Ghee unter Zugabe von Wasser und Zucker hergestellt, gilt als ölig und ist bei Atyagni (übermäßigem Hunger) angezeigt. Dadimadi Mantha, mit Granatapfel und Amalaki zubereitet, gilt als sauer und verdauungsfördernd und wird bei Blutungsstörungen und schwachem Verdauungsfeuer eingesetzt.

Als Marma-Punkt ist Mantha im Halsbereich verortet und wird gemeinsam mit anderen vitalen Punkten dieser Region wie Manyāmūla, Kantha und Sirāmantha gruppiert. Wie alle Marmas gilt er als feste Schnittstelle von Muskeln, Gefäßen, Bändern, Knochen und Gelenken, an der sich die Lebensenergie (Prana) konzentriert. Eine ausführlichere therapeutische Beschreibung dieses Punktes liegt im vorliegenden Material nicht vor; er zählt jedoch zu den 37 Marmas von Kopf und Hals, die in der spezialisierten ayurvedischen Massage zur Lösung von Spannungen und zur Förderung des Energieflusses eingesetzt werden.

Siehe auch die Einträge Marma, Manyāmūla und Kantha.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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