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Medhra

Medhra (medhra; auch Mehana, Shephas)

Medhra bezeichnet den Penis und wird zu den 56 Unterabschnitten des menschlichen Körpers gezählt; er stellt eine kritische anatomische Stelle sowohl für das Harn- als auch für das männliche Reproduktionssystem dar.

Der Medhra gilt zusammen mit den Hoden (Vrushana) als Wurzel des Sukravaha Srotas, jenes Kanalsystems, das für den Transport des Reproduktionsgewebes (Shukra) verantwortlich ist. Gemäß der ayurvedischen Anthropometrie beträgt das ideale Maß des Penis 6 Fingerbreiten (Angula) in der Länge und 5 Fingerbreiten in der Breite. Der Medhra enthält die Harnröhre und bildet damit eine der beiden „unteren Körperöffnungen" zur Ausscheidung des Urins (Mutra). Apana Vata, der für abwärts gerichtete Bewegungen zuständige Vata-Subtyp, steuert über dieses Organ sowohl die Ausscheidung von Urin als auch von Samen.

Der Medhra ist häufig Sitz von Schmerzen oder Funktionsstörungen im Rahmen verschiedener pathologischer Zustände. „Steifheit des Penis" zählt zu den achtzig spezifischen Störungen, die durch vitiiertes Vata verursacht werden; übermäßiger Geschlechtsverkehr kann zudem zu unmittelbarem Kräfteverlust und einer Empfindung führen, als werde der Penis „geschlagen". Hinsichtlich der Gewebevitiierung kann eine Störung des Rakta (Blut) zu Eiterbildung am Penis führen; ein Ungleichgewicht des Shukra Dhatu kann sich in Erektionsunfähigkeit äußern oder, bei starker Abnahme, in der Empfindung „heißer Dämpfe", die durch die Harnröhre ziehen. Überdeckt Pitta das Apana Vata, kann der Patient intensive Hitze im Penis verspüren. Bei Vaataja Ashmari (durch Vata verursachten Harnsteinen) ist der Schmerz so stark, dass Betroffene den Penis reiben oder unter Qualen aufschreien, während sie die Nabelregion zusammendrücken.

Der Medhra wird selbst als Marma-Punkt (vitaler Punkt) des Körpers identifiziert. Zur Behandlung von Erkrankungen des Samens oder spezifischer Störungen des Penis empfehlen ayurvedische Texte den Aderlass (Siravyadha) an einer direkt am Penis gelegenen Vene. Aufgrund seiner empfindlichen und vitalen Natur sind die Anwendung von Kshara (ätzendem Alkali) und starke Schwitztherapien am Penis und an den Hoden grundsätzlich kontraindiziert oder dürfen nur in äußerst milder Form erfolgen.

Siehe auch die Einträge Sukravaha Srotas, Apana Vata und Marma.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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