
Narikela Taila
Narikela Taila (narikela taila; auch Kokosöl)
Narikela Taila wird aus dem Endosperm von Cocos nucifera L. gewonnen und gilt im Ayurveda als süßes, vergleichsweise leichtes und kühlendes (sheeta) Öl, das sowohl äußerlich als auch zur inneren Ernährung breite Verwendung findet. Geschätzt wird es besonders wegen seiner antiseptischen Eigenschaften und seiner Wirkung auf bestimmte konstitutionelle Energien.
Narikela Taila wird als süß, oleös (snigdha) und kühlend charakterisiert. Aufgrund seiner kühlenden Natur gilt es als primäres Öl für Pitta-dominierte Konstitutionen; während es Vata wirksam beruhigt, kann es als Nahrungsmittel verzehrt Kapha (Schleim) erhöhen, sofern es nicht mit bestimmten Gewürzen zubereitet wird. Regelmäßiger Massage mit diesem Öl wird zugeschrieben, die Vitalität und das Samengewebe zu steigern und vorzeitigem Samenerguss vorzubeugen.
In der ayurvedischen Massage und Alltagspflege erweist sich Narikela Taila als vielseitiges therapeutisches Mittel. Es wird zur Behandlung verschiedener Hautzustände eingesetzt, darunter Ausschläge, Verbrennungen, Wunden, Ekzeme und Pilzinfektionen; es zieht leicht ein, verbessert die Hauttextur und beseitigt Trockenheit von Haut und Kopfhaut. Besonders in Nordindien und Bengalen gilt es als bevorzugtes Öl für Kopf- und Haarmassage, dem zugeschrieben wird, langes, gesundes, glänzendes Haar zu fördern; häufig wird es mit Bhringaraj- und Shikakai-Öl zur Haarerneuerung kombiniert. Der Massage der Nabelregion im Uhrzeigersinn mit Kokosöl vor dem Schlafengehen wird traditionell eine sehkraftverbessernde Wirkung zugeschrieben. Sonnengereiftes Kokosöl, das vierzig Tage in einer blauen Glasflasche der Sonne ausgesetzt wurde, kann zur Behandlung von Verbrennungen verwendet werden; aufgetragen auf Kopfhaut, Handflächen und Fußsohlen soll dieses sonnengereifte Öl zudem Fieber senken können. Aufgrund seiner antiseptischen Eigenschaften wird es häufig auf Schnitte und Wunden aufgetragen und kann, mit Hingu (Asafoetida) vermischt, traditionell als Mittel gegen Schlangenbisse dienen.
In Indien gilt die Kokosnuss als heilige Früchte mit vielfältigen heilenden Eigenschaften und findet sich in zahlreichen ayurvedischen Speisezubereitungen. Narikela Ksheerika ist ein Milchgericht aus Kokosendosperm, das als nahrhaft und aphrodisierend gilt und sowohl Pitta als auch Vata lindern soll. Ghritapura (Ghevar) ist eine feste Süßspeise, die Kokosendosperm als Hauptzutat enthält. Kokosöl findet zudem Verwendung in verschiedenen Phala-Paka-Zubereitungen (fruchtbasierten Speisen) mit Jackfrucht, Bittermelone und anderem Gemüse, um deren Nähr- und Heilwert zu steigern. Für Personen, denen Senföl bei der Massage zu reizend ist, wird eine Mischung aus zwei Teilen Kokosöl und einem Teil Senföl empfohlen.
Siehe auch die Einträge Vata, Pitta und Abhyanga.
ayur yoga massage · Thai-Massage · Shiatsu · Ausbilderin
Anne Wuchold
Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.
Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.
Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.
In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.


