
Pada
Pada ist die Sanskrit-Bezeichnung für den Fuß und wird zu den fünf Handlungsorganen, Karmendriya genannt, gezählt; er gilt als das primäre Organ der Fortbewegung.
In elementarer Hinsicht ist die Region zwischen den Füßen und den Knien der Sitz des Erdelements, Prithvi. Die Füße sind dementsprechend jenes Handlungsorgan, das mit diesem Element in Verbindung steht. Nach der ayurvedischen Anthropometrie werden die idealen Maße des Fußes mit vier Fingerbreiten Höhe, sechs Fingerbreiten Breite und vierzehn Fingerbreiten Länge angegeben. Jeder Fuß weist fünfzehn Gelenke, Sandhis genannt, auf: zwei in der Großzehe, je drei in den übrigen Zehen und eines im Sprunggelenk. In der klinischen Untersuchung werden gesunde, „langlebige" Füße traditionell als schildkrötenförmig beschrieben. Die Energie in der Region von Becken bis Zehen wird als in abwärts gerichteter Bewegung zirkulierend verstanden.
Am Fuß befinden sich mehrere bedeutende Energiepunkte, die als Zugänge zu den inneren Systemen des Körpers gelten. Der Kshipra liegt zwischen erster und zweiter Zehe, der Talhridaya in der Mitte der Fußsohle. Kuruchcha ist im Ballenbereich des Fußes lokalisiert, Kurchshira an der Ferse und am äußeren Fußrand. Gulpha schließlich bezeichnet das Sprunggelenk selbst.
Die Padabhyanga, die ölbasierte Fußmassage, gilt als feste Empfehlung im Rahmen der täglichen Routine, Dinacharya genannt. Sie zählt zu den wirksamsten Methoden, um ein gestörtes Vata, das sich im unteren Extremitätenbereich häufig als Rauheit, Steifheit oder Gefühllosigkeit äußert, rasch zu lindern. Der Massage des Fußes, insbesondere des Bereichs zwischen Großzehe und zweiter Zehe, wird traditionell eine sehkraftverbessernde Wirkung, Drishti Prasad Kar, zugeschrieben. Auch auf das geistige Wohlbefinden soll die Fußmassage einen beruhigenden Einfluss haben: Sie soll einen unsteten Geist besänftigen, Stress reduzieren und gilt als primäre Behandlung bei Schlaflosigkeit. Den Fußsohlen werden zudem reflexzonenartige Verbindungen zu sämtlichen inneren Organen zugeschrieben; regelmäßiger Druck und Ölung sollen so den gesamten Körper entspannt und gesund halten.
Der Zustand der Füße gilt als wichtiger diagnostischer Indikator, insbesondere für Vata-bedingte Störungen. Zu den Anzeichen eines Ungleichgewichts zählen rissige und trockene Fußsohlen oder sich ablösende Haut, die sich bei kaltem Wetter häufig verstärken, sowie die Gridhrasi, die Ischialgie, die durch einen vom unteren Rücken über die Glutealregion bis in den Fuß ausstrahlenden Schmerz gekennzeichnet ist. Weitere spezifische Vata-Symptome sind Fußheberschwäche, Gefühllosigkeit und Kribbeln, Spandana genannt. Ist das Asthi Dhatu, das Knochengewebe, vermindert, kann dies zum Ausfallen der Fußnägel führen; eine Person mit ausgeprägter „Knochenessenz", Asthisara genannt, weist demgegenüber kräftige und prominente Fersen und Knöchel auf.
Siehe auch die Einträge Vata, Marma, Mamsa Dhatu und Kati.
ayur yoga massage · Thai-Massage · Shiatsu · Ausbilderin
Anne Wuchold
Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.
Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.
Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.
In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.


