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Pakshaghata

Pakshaghata (pakṣaghāta; Sanskrit für „Lähmung einer Körperseite"; auch Pakshavadha, Ekanga Roga), auch als Pakshavadha oder Ekanga Roga bezeichnet, ist eine bedeutende Erkrankung aus der Gruppe der Vata Vyadhi und kennzeichnet sich primär durch den Ausfall motorischer oder sensorischer Funktionen, beziehungsweise beider zugleich, auf einer Körperseite.

Der Ayurveda stellt die Pathologie von Pakshaghata in Korrelation zum zerebrovaskulären Insult, dem Schlaganfall. Die Erkrankung wird definiert als Verlust der motorischen Funktionen (Akarmani) und/oder der Sinneswahrnehmung (Vichetana) auf einer Körperseite, verursacht durch ein gestörtes Vata, das die Gefäße (Sira) und Bänder (Snayu) im Gehirn (Moordha) der jeweils gegenüberliegenden Körperseite betrifft. Die Erkrankung kann begleitet sein von Ardita, einer Gesichtslähmung beziehungsweise Verziehung des Gesichts (Vaktrardha Vakreekarana), von Vaksanga, Sprachschwierigkeiten wie Aphasie, sowie, abhängig vom Ausmaß der Beteiligung, von Sarvanga Vata, wenn alle vier Extremitäten betroffen sind, oder Ekanga Vata, wenn sich das klinische Bild auf eine einzelne Extremität beschränkt.

Die Klassifikation von Pakshaghata erfolgt sowohl nach Schweregrad als auch nach der vorherrschenden Dosha-Beteiligung, welche zugleich die Prognose bestimmt. Nach Schweregrad wird zwischen Ardita Vega, einer reversiblen Form, die der transitorischen ischämischen Attacke entspricht, Pakshasada, einer Hemiparese beziehungsweise lakunären Infarkten mit nur geringer Symptomatik, und Pakshaghata im engeren Sinn, dem vollständig ausgeprägten Schlaganfall, unterschieden. Nach der dominierenden Dosha-Konstellation wird die chronische Form Shuddha Vata, die mit spastischer Lähmung, Kontrakturen oder Inaktivitätsatrophie einhergeht, als schwer heilbar (Krichra Sadhyatama) eingestuft. Kaphasamsrishta bezeichnet ein Frühstadium mit schlaffer Lähmung und örtlicher Schwellung, während Pittasamsrishta sich typischerweise als thalamischer beziehungsweise sensorischer Schlaganfall mit Symptomen wie Daha, einem Brennen, und Berührungsempfindlichkeit zeigt. Kshayaja Pakshaghata schließlich beschreibt degenerative Hirnläsionen bei älteren Menschen, häufig begleitet von Gedächtnisverlust (Smritikshaya) und Auszehrung (Sosha); diese Form gilt als unheilbar (Asadhya).

Die Behandlung von Pakshaghata ist auf eine längere Dauer von drei bis vier Monaten angelegt und zielt auf Rehabilitation, die Vorbeugung von Muskelatrophie und die Wiederherstellung der motorischen Kraft ab. In der palliativen Behandlung (Shamana) kommen in akuten Stadien, wenn eine Klinikeinweisung nicht möglich ist, unmittelbare Maßnahmen wie Drakshadi Kwatha und Suvarnamuktadi Gutika zum Einsatz. Zur allgemeinen Versorgung werden Einzelkräuter wie Ashwagandha, dem eine aufbauende und nervenregenerierende Wirkung zugeschrieben wird, Bala zur Kräftigung, Rasna zur Linderung von Vata und Schmerzen, sowie Kapikacchu verwendet. Ergänzend kommen Rasa-Präparate, herbomineralische Zubereitungen wie Brihatvatachintamani, Vatagajankusharasa und Vatavidhwamsarasa, vor allem bei akuten Zuständen und schmerzhaften Extremitäten zur Anwendung.

In der umfassenderen Reinigungstherapie (Shodhana), die im Rahmen der sekundären oder tertiären Versorgung erfolgt, werden verschiedene Panchakarma-Verfahren eingesetzt. Snehana und Swedana, die innerliche und äußerliche Oleation gefolgt von Wärmeanwendung, umfassen spezifische Techniken wie Patra Pinda Sweda mit medizinischen Blättern und Shashtika Pinda Sweda, einen Bolus aus Reis und Milch, die bei Auszehrung und Schwäche eingesetzt werden. Virechana, das therapeutische Abführen, gilt als nahezu in allen Verlaufsformen von Pakshaghata unerlässlich zur Reinigung der Körperkanäle. Basti, sowohl in öliger Form (Anuvasana) als auch als Dekokt-Einlauf (Nirooha), wird zur Behandlung der Wurzel des gestörten Vata eingesetzt. Nasya, die nasale Verabreichung medizinierter Öle wie Anutaila oder Ksheerabala, kommt insbesondere bei begleitender Gesichtslähmung zur Anwendung. Aufgrund der Beteiligung des Gehirns an der Pathologie wird zudem den als Masthishkya bezeichneten Anwendungen am Kopf, darunter Shirobasti, Shirodhara und Shiropichu, besondere Bedeutung zugeschrieben.

Der Eintrag ist der Tradition des klassischen Ayurveda zuzurechnen; Hinweise auf eine Verbindung zur Methode Kusum Modak liegen anhand der vorliegenden Angaben nicht vor.

Vgl. die Einträge Vata, Ardita, Basti, Virechana und Shirodhara.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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