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Pleeha

Pleeha (plīhā; Sanskrit für „Milz") bezeichnet im Ayurveda die Milz und gilt als ein vitales Bauchorgan mit bedeutender Funktion für die Blutbildung und das Gleichgewicht der Körpergewebe.

Gemeinsam mit der Leber (Yakrita) wird die Milz als Ursprungsort des Raktavaha Srotas angesehen, jenes Kanalsystems, das für Transport und Regulierung des Blutes verantwortlich ist. Die Gesundheit der Milz steht zudem in enger Beziehung zu bestimmten Körpergeweben: Ein abnormer Anstieg des Rakta Dhatu, des Blutgewebes, kann nach dieser Lehre zu Erkrankungen der Milz führen, während umgekehrt eine Abnahme des Medo Dhatu, des Fettgewebes, als primäre Ursache für eine Milzvergrößerung gilt.

Die klassischen Texte unterscheiden bei den Milzerkrankungen, Pleeharoga genannt, fünf Typen nach dem vorherrschenden Dosha: Vataja, Pittaja, Kaphaja, Sannipataja, bei der alle drei Doshas beteiligt sind, sowie Raktaja. Plihodara bezeichnet die klinische Vergrößerung der Milz und wird häufig unter dem übergeordneten Krankheitsbild des Udara Roga, der Erkrankungen mit Bauchauftreibung, eingeordnet. Die klinische Untersuchung bei Verdacht auf Milzbeschwerden erfolgt vor allem durch Palpation (Sparshana), mit der eine Vergrößerung (Pleehaa Vriddhi) festgestellt werden kann.

Zur Erhaltung der Milzgesundheit und zur Behandlung ihrer Störungen wird eine Reihe von Maßnahmen empfohlen. Unter den Yoga-Asanas gelten drehende Haltungen wie Bharadwajasana, Marichyasana und Ardha Matsyendrasana als besonders geeignet, da sie der Milz traditionell zufolge eine sanfte Kompression verschaffen und so ihre Funktion unterstützen sollen. Diätetisch wird vor allem Takra, Buttermilch, bei Milzerkrankungen empfohlen; eine spezielle Zubereitung aus Punarnava, Chitraka und Ajaji, vermischt mit Buttermilch, kommt bei Plihodara zur Anwendung. Auch Mulaka Yusha, eine Rettichsuppe, gilt als der Milz förderlich, ebenso wie die Frucht Pilu, die traditionell zur Heilung von Milzerkrankungen eingesetzt wird. Unter den pflanzlichen Zubereitungen werden Pippali (Piper longum), die als wirksam gegen Milzleiden gilt, Panchakolaka, eine Kombination aus fünf Kräutern ohne Pfeffer, sowie Yavasuka, Gerstenlauge, die speziell zur Linderung einer Milzvergrößerung dient, genannt.

Im Rahmen des Panchakarma kommen verschiedene Reinigungsverfahren zum Einsatz: Virechana, das therapeutische Abführen, wird bei Milzvergrößerung angezeigt, Niruha Basti, ein Dekokt-Einlauf, dient der Behandlung von Milzstörungen, und Raktamokshana, der Aderlass mittels Blutegeln, wird eingesetzt, um verunreinigtes Blut abzusaugen und so die Milzerkrankung zu mildern. Auch Langhana, eine schlankmachende beziehungsweise abmagernde Therapie, wird Patienten mit Milzbeschwerden empfohlen. Zur Marma-Therapie werden zwei Hauptpunkte auf der linken Körperseite herangezogen, die der Milz zugeordnet sind: Urdhva Skandha, am oberen Trapezmuskel gelegen, und Amsa, an der Schulterhöhe lokalisiert; der Stimulation dieser Punkte wird zugeschrieben, die Milzgesundheit zu beeinflussen.

Personen mit Milzvergrößerung wird in der Regel davon abgeraten, Anuvasana Basti, also ölhaltige Einläufe, zu erhalten.

Der Eintrag ist der Tradition des klassischen Ayurveda zuzurechnen; Hinweise auf eine Verbindung zur Methode Kusum Modak liegen anhand der vorliegenden Angaben nicht vor.

Siehe auch die Einträge Yakrita, Rakta Dhatu, Marma und Panchakarma.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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