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Pliha

Plīhā (auch Pliha) bezeichnet die Milz und gilt als bedeutendes viszerales Organ, als spezifischer vitaler Energiepunkt (Marma) und als primäre Wurzel der blutführenden Kanäle des Körpers.

Die Milz zählt zu den 15 primären viszeralen Organen (Koshthanga) des menschlichen Körpers. Gemeinsam mit der Leber (Yakrut) gilt sie als Wurzel des Raktavaha Srotas, des Kanalsystems, das Blut transportiert und zirkuliert. In der ayurvedischen Physiologie wird Rasa Dhatu (Plasma) in Milz und Leber zu Rakta Dhatu (Blut) umgewandelt; eine Vermehrung oder Störung des Rakta Dhatu kann sich in Erkrankungen der Milz äußern.

Als klinischer Fachbegriff für eine Splenomegalie (Milzvergrößerung) ist Plihodara (auch Pleeharoga) belegt. Milzstörungen werden häufig mit Störungen des Raktavaha Srotas in Verbindung gebracht, die durch den Verzehr heißer, brennender oder flüssiger Speisen sowie übermäßige Sonnen- und Feuerexposition verursacht werden sollen. Im Rahmen der klinischen Untersuchung (Atura Pariksha) wird mittels Palpation (Sparshana) auf eine Plihā Vriddhi (Milzvergrößerung) geprüft; begleitend können Schmerzen in den Flanken (Parshva Shula), Appetitlosigkeit und Fieber auftreten.

Als Marma-Punkt ist Plīhā im Bereich von Brustkorb und Rumpf (Antaradhi) lokalisiert. Während die Leber der rechten Körperseite zugeordnet wird, steht die Milz energetisch mit der linken Seite in Verbindung: Die Marma-Punkte Ūrdhva Skandha (obere Schulter) und Amsa (Schulterspitze) auf der linken Körperseite korrespondieren entsprechend mit der Milz. Die Stimulation dieser linksseitigen Marmas wird in der ayurvedischen Therapie zur Beeinflussung von Gesundheit und Funktion der Milz eingesetzt.

Therapeutisch gilt Hapushadi Takra, ein medizierter Buttermilchtrank, als wohltuend bei Plihodara; auch allgemeine Takra-Zubereitungen (Buttermilch) werden bei Milzerkrankungen empfohlen. Die Frucht Pilu wird traditionell zur Behandlung von Milzerkrankungen und Bauchtumoren eingesetzt, während Panchakolaka, eine Gewürzgruppe mit langem Pfeffer und Ingwer, als besonders wirksam bei Plihodara und zur Verdauungsförderung gilt. Medizierte Suppen wie Nimbadi Yusha (auf Neem-Basis) und Mulaka Yusha (auf Rettich-Basis) werden ebenfalls bei Milzbeschwerden eingesetzt. Die Anwendung von Blutegeln (Jalauka) gilt als traditionelle Behandlung zur Linderung von Milzerkrankungen durch Entfernung gestörten Blutes.

Siehe auch die Einträge Yakrut, Raktavaha Srotas und Ūrdhva Skandha.


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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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