
Pushtikara
Pushtikara (puṣṭikara; Sanskrit für „nährend, kräftigend"; auch Pushti) bezeichnet im Ayurveda, ähnlich den Kategorien Shramahara und Jarahara, keine einzelne Substanz oder Technik, sondern eine funktionale Eigenschaft: Sie wird Substanzen und Zubereitungen zugeschrieben, die nährend, gewebeaufbauend und kräftigend für den Körper und seine Gewebe (Dhatus) wirken. Der Begriff steht in engem Zusammenhang mit der Brimhana-Therapie, der Aufbau- beziehungsweise Stoutening-Behandlung, und gilt als hilfreich bei Zuständen wie Karshya, der Auszehrung, und Daurbalya, allgemeiner Schwäche.
Unter den traditionellen Speisezubereitungen (Aahara) werden mehrere Rezepte explizit als pushtikaraka klassifiziert oder ihnen wird eine Pushti-Wirkung zugeschrieben. Sattaka, eine aus eingedickter Milch und Reismehl bestehende, in Ghee gebratene und in Zuckersirup eingelegte Zubereitung, wird ausdrücklich als pushtikaraka beschrieben, also als den Körper nährend, und gilt zugleich als aphrodisierend (Vrishya) sowie sehkraftfördernd (Drishti Karaka). Indarika, eine feste Speise aus Urad Dal (Masha) und Reismehl, soll Pushti verleihen, den Teint (Kanti) verbessern und die Kraft steigern (Bala Prada). Phenika, ein aus Weizenmehl (Samita), Ghee und Reismehl bestehender Snack, wird wegen seiner gewebenährenden (Brimhana) und samenfördernden (Shukrala) Wirkung geschätzt. Palala, eine Paste aus zerstoßenem Sesam und Jaggery oder Zucker, wirkt ebenfalls als Gewebenährstoff (Brimhana). Tapahari, auch Satandula genannt, ein Reisgericht, wird als nährend, schwer und wachstumsfördernd beschrieben.
Auch bestimmten Pflanzen (Dravya) werden Pushtikara-Eigenschaften, also eine gewebeaufbauende Wirkung, zugeschrieben. Munjataka gilt als gewebeaufbauend, kräftesteigernd, ölig und aphrodisierend. Vidarikanda wird als belebende Substanz angesehen, der eine gewebeaufbauende, harntreibende und für den Rachen wohltuende Wirkung zukommt. Die Padmakadi Gana, eine Gruppe von Heilmitteln, zu der Padmaka, Vriddhi und verschiedene Jeevaniya-Kräuter zählen, gilt ebenfalls als nährend und belebend; zugleich werden diese Mittel als Stanyakara eingestuft, das heißt, ihnen wird zugeschrieben, die Produktion von Muttermilch zu fördern.
Substanzen mit Pushtikara-Eigenschaft teilen typischerweise mehrere Merkmale und therapeutische Wirkungen. Sie fördern Dhatu Vardhana, also die Verbesserung und Vermehrung der Körpergewebe, und werden häufig mit einer Steigerung der körperlichen Kraft (Bala) sowie einer Verbesserung von Teint und Ausstrahlung (Kanti) in Verbindung gebracht. Viele pushtikaraka-Speisen gelten zugleich als Guru, das heißt schwer verdaulich, und werden daher speziell Personen mit einem kräftigen Verdauungsfeuer (Agni) empfohlen, die solch nährstoffreiches Material verarbeiten können.
Der Eintrag ist der Tradition des klassischen Ayurveda zuzurechnen; Hinweise auf eine Verbindung zur Methode Kusum Modak liegen anhand der vorliegenden Angaben nicht vor.
Siehe auch die Einträge Shramahara, Jarahara, Dhatu und Agni.
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Anne Wuchold
Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.
Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.
Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.
In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.


