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Samsarjana Krama

Samsarjana Krama (saṃsarjana krama)

Samsarjana Krama bezeichnet den strukturierten diätetischen Wiederaufbauplan, der als zentrales Element des Paschatkarma unmittelbar auf die reinigenden Hauptverfahren des Panchakarma folgt. Der Begriff setzt sich aus saṃsarjana (schrittweises Hinzufügen, allmähliches Einführen) und krama (Abfolge, geordneter Verlauf) zusammen und beschreibt damit präzise die therapeutische Logik des Verfahrens: die geordnete, stufenweise Wiedereinführung von Nahrung in ein durch Ausleitung geschwächtes Verdauungssystem. Die klassischen Quellen veranschaulichen diesen Prozess mit dem Bild des Anfachens eines kleinen Feuers – so wie eine schwache Glut zunächst mit Gräsern und trockenem Dung genährt werden muss, bevor schwereres Brennholz hinzugefügt werden kann, wird agni durch zunehmend festere Nahrung schrittweise wieder aufgebaut. Eine vorzeitige Zufuhr schwerer Nahrung würde das geschwächte agni überfordern und nach klassischer Überzeugung neue Erkrankungen verursachen.

Die Diät folgt einer strengen Hierarchie von der leichtesten Flüssigkeit bis zur festen Nahrung in fünf aufeinanderfolgenden Stufen. Den Beginn macht peyā, eine dünne, flüssige Reissuppe, der appetitanregende und kanalklärende Wirkung zugeschrieben wird. Es folgt vilepī, ein dickerer Reisbrei, der zwar leicht verdaulich bleibt, aber bereits mehr Substanz bietet. Die dritte Stufe bildet akr̥ta yūṣa, eine ungewürzte Suppe aus Hülsenfrüchten, meist Mung-Dal, gefolgt von kr̥ta yūṣa, der gewürzten Variante derselben Suppe, die Fette, Salz und Gewürze enthält. Den Abschluss bildet māṃsa rasa, eine Fleischsuppe, die der Kräftigung und dem Wiederaufbau der Körpergewebe (dhātu) dient.

Der Übergang zwischen den Geschmacksrichtungen folgt ebenfalls einer vorgeschriebenen Abfolge: Begonnen wird mit öligen, sauren und süßen Speisen; es folgen salzige, dann bittere und schließlich scharfe und herbe Komponenten.

Die Gesamtdauer des Samsarjana Krama richtet sich nach der Intensität der vorangegangenen Reinigung. Bei starker Ausleitung (pradhāna śodhana) wird jede Stufe über drei annakālas (Mahlzeitenzeiträume) beibehalten, was eine Gesamtdauer von etwa einer Woche ergibt. Bei mittlerer Reinigung (madhya śodhana) beträgt die Verweildauer auf jeder Stufe zwei annakālas, bei leichter Reinigung (avara śodhana) lediglich einen.

Während der gesamten Phase gilt der Patient als physisch instabil. Die klassischen Quellen beschreiben ihn wiederum mit den Bildern des zarten Eis und des mit Öl gefüllten Gefäßes und schreiben entsprechende Schutzmaßnahmen vor: Stress, langes Sprechen und extreme Witterungsbedingungen sind zu meiden. Als Zeichen eines erfolgreich abgeschlossenen Samsarjana Krama nennt die Überlieferung geistige Klarheit, die Wiederherstellung der Sinnesorgankraft und ein vollständig funktionsfähiges Verdauungsfeuer.

Gehört zur Tradition des klassischen Ayurveda und des Panchakarma-Systems.

Ergänzend sei auf die Einträge Paschatkarma, Panchakarma, Agni sowie Vamana und Virechana verwiesen.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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