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Sphik

Sphik (auch Sphij) ist die Sanskrit-Bezeichnung für das Gesäß beziehungsweise die Glutealregion und wird zu den 56 Unterabschnitten des Körpers gezählt. Diese Region gilt in der ayurvedischen klinischen Praxis als bedeutsame Stelle zur Beurteilung von Muskelgesundheit und Ernährungszustand.

Sphik wird als paarige anatomische Struktur betrachtet. Nach der ayurvedischen Maßlehre, Pramana genannt, wird die mit dem Gesäß assoziierte Sakralregion mit einer Höhe von zwölf Fingerbreiten angegeben. Das Gesäß besteht vorwiegend aus Mamsa Dhatu, dem Muskelgewebe, und Meda Dhatu, dem Fettgewebe. Bei einer Person mit hervorragender Gewebequalität des Muskelgewebes, Mamsasara genannt, zeichnet sich das Gesäß durch feste, kräftige und wohlproportionierte Muskeln aus, was traditionell als Zeichen von Stärke, Gesundheit und Langlebigkeit gilt.

Erscheinungsbild und Zustand der Sphik gelten als wichtige diagnostische Indikatoren. Die Suskataa, die Auszehrung oder der Schwund des Gesäßes, ist ein kardinales Zeichen einer Verminderung des Mamsa Dhatu und kann durch allgemeine Schwäche, chronische Erkrankung oder ein übermäßiges Vata bedingt sein. Demgegenüber gilt ein hängendes Gesäß, Sphik-lambanam genannt, als klinisches Merkmal der Sthaulya, der ausgeprägten Adipositas, bei der sich Fett- und Muskelgewebe übermäßig ansammeln, was die Beweglichkeit beeinträchtigt und mit einem geschwächten Stoffwechsel einhergeht. Schmerzen im Gesäßbereich werden häufig mit einem gestörten Vata in Verbindung gebracht, insbesondere bei Erkrankungen wie der Gridhrasi, der Ischialgie, bei der ein starker Schmerz vom unteren Rücken durch die Glutealregion bis in den Fuß ausstrahlt.

In oder nahe der Glutealregion sind mehrere vitale Energiepunkte lokalisiert. Das Sphij Marma ist ein spezifischer, den unteren Extremitäten zugeordneter Energiepunkt im Gesäßbereich. Die beiden Katika Tarunam-Punkte liegen an der Basis des Gesäßes und am Beckenkamm. Der Nitamba-Punkt befindet sich am äußeren Beckenkamm; eine Verletzung dieses Marma wird traditionell mit einem Schwund der unteren Extremitäten in Verbindung gebracht. Die Kukundara-Punkte schließlich, an den Iliosakralgelenken gelegen, gelten als bedeutsam für die sensorische und motorische Funktion des unteren Körperbereichs.

Die Massage der Glutealregion dient traditionell dem Ausgleich des Apana Vata, das den unteren Körperbereich und die Ausscheidungsfunktionen steuert. Lokalisierte Wärmeanwendungen oder Kräuter-Swedana auf der Sphik werden zur Linderung von Steifheit und Schmerz bei Vata-Erkrankungen wie Ischialgie oder Lumbago eingesetzt. Das Gesäß ist zudem eine zentrale Applikationsstelle für die Basti, die medizinierte Einlauftherapie, die als die wichtigste Behandlungsform für das Vata in seinem primären Sitz, dem Kolon und dem unteren Körperbereich, gilt.

Siehe auch die Einträge Vata, Mamsa Dhatu, Marma und Kati.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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