
Takra
Takra, gemeinhin als Buttermilch bekannt, ist eine bedeutsame Substanz der ayurvedischen Ernährungs- und Therapielehre. Sie entsteht durch das Buttern von Joghurt (Dadhi) und wird je nach Anteil an Sahne und Wasserzusatz in verschiedene Varianten unterteilt.
In den Grundeigenschaften besitzt Takra die Geschmacksrichtungen Kashaya (adstringierend) und Amla (sauer), die Qualitäten Laghu (leicht verdaulich) und Ruksha (trocken) sowie eine erhitzende Virya (Ushna). Es gilt als hochwirksam zur Beruhigung von aufgestautem Kapha und Vata (Kaphavatajit).
Unterschiedliche Verarbeitungsmethoden ergeben Varianten mit jeweils eigener therapeutischer Wirkung. Ghol bezeichnet mit Sahne gebutterten Joghurt ohne Wasserzusatz; es lindert Vata und Pitta. Mathita entsteht durch Buttern des Joghurts nach Entnahme der Sahne, ebenfalls ohne Wasserzusatz; es lindert Kapha und Pitta. Udashvita bezeichnet Joghurt, gemischt mit der Hälfte seines Volumens an Wasser. Chhachhika ist gebutterter Joghurt, dem die Butter vollständig entzogen und reichlich Wasser zugesetzt wurde. Takrapindaka schließlich bezeichnet den festen Anteil, der bei der Verarbeitung von Buttermilch zurückbleibt; er gilt als schwer, trocken und stopfend.
Takra wird als „ausgezeichnetes" Heilmittel für verschiedene Beschwerden gepriesen, insbesondere solche des Verdauungssystems. Es ist Standardmittel bei Agnimandya (Verdauungsschwäche), Aruchi (Geschmacksverlust), Grahani (Malabsorptionssyndrom) und Gulma (abdominalen Knoten). Zudem ist es bei Udara Roga (Aszites bzw. Bauchwassersucht), Arsha (Hämorrhoiden) und Shopha (Ödem/Entzündung) indiziert. Dünne, wässrige Buttermilch wird speziell eingesetzt, um die unerwünschten Folgen übermäßiger Ghee- oder Ölaufnahme zu lindern. Weitere Anwendungsgebiete umfassen Pandu (Anämie), Pleeha (Splenomegalie) und Gara Visha (chronische bzw. künstliche Vergiftung).
Zur gezielten Behandlung bestimmter Beschwerden wird Takra auf verschiedene Weise medikamentös angereichert. Agnivardhaka Takra wird mit Steinsalz, Kreuzkümmel, Ingwer und Kardamom zubereitet, um den Appetit anzuregen und Hämorrhoiden zu behandeln. Dveshahara Takra wird mit Kardamom, Ingwer, Salz und Zitronensaft gebuttert, um Nahrungsabneigung (Bhaktadwesha) zu beseitigen. Vyoshadi Takra wird mit Trikatu (schwarzer Pfeffer, langer Pfeffer und Ingwer) und Honig gemischt, um Entzündungen zu behandeln. Sharkaradi Takra wird mit Zucker und Madhuka (Süßholz) verarbeitet für Pitta-dominante Bauchbeschwerden. Takra Kanji ist eine fermentierte, säuerliche Grütze auf Buttermilchbasis, die bei Adipositas und Hämorrhoiden indiziert ist.
In der diätetischen Anwendung dient Takra häufig als Garmedium oder Begleitspeise. Takravataka bezeichnet in Buttermilch eingelegte Vadas (Linsenbällchen), denen zugeschrieben wird, Kraft und Samen zu vermehren und Vata zu lindern, wenngleich sie als schwer verdaulich gelten. Kwathita (Kadhi) ist eine trinkbare Zubereitung, bei der Buttermilch mit Gewürzen, Gemüse (etwa Kürbis) und Kräutern gekocht wird, um Vata und Kapha zu lindern. Takramamsa bezeichnet eine Zubereitung, bei der Ziegenfleisch gekocht und anschließend mit Kreuzkümmel in Buttermilch eingelegt wird, um die Doshas auszugleichen und Kraft zu spenden.
Siehe auch die Einträge Ghrita, Vata und Pitta.
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Anne Wuchold
Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.
Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.
Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.
In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.


