
Tantra
Tantra
Tantra wird in der Tradition als eine alte Wissenschaft beschrieben, die der Erreichung höherer Bewusstseinszustände gewidmet ist. Sie liefert einen begrifflichen Rahmen zum Verständnis des „feinstofflichen Körpers" und seiner Beziehung zum physischen Organismus, insbesondere über die Systeme der Chakras, Nadis und der Kundalini-Energie.
Nach dem System des Tantra enthält der menschliche Organismus sieben feinstoffliche Bewusstseinszentren, die als Chakras bezeichnet werden. Fünf dieser Chakras werden entlang der Wirbelsäule lokalisiert. Diese Zentren werden den fünf Grundelementen zugeordnet, die als Bausteine des Universums gelten: Erde, Wasser, Feuer, Luft und Akash (Raum). Da die Chakras Teil des nichtphysischen Körpers sind, können sie nicht direkt massiert werden; sie stehen jedoch über das Nervensystem und die endokrinen Drüsen mit dem physischen Körper in Verbindung, sodass sie traditionell durch Therapien wie die Wirbelsäulenmassage beeinflussbar sein sollen.
Ein zentraler Gegenstand tantrischer Studien ist Kundalini, häufig als „Schlangenkraft" bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine ruhende spirituelle Energie, die am Fuß der Wirbelsäule verortet wird. Tantrische Texte beschreiben, wie Prana (Lebensenergie) durch die Sushumna fließt, den Hauptkanal des feinstofflichen Nervensystems, der durch die Wirbelsäule verläuft. Wird Kundalini durch bestimmte Praktiken erweckt, steigt sie der Überlieferung zufolge durch die Sushumna auf, durchläuft dabei die ersten sechs Chakras und erreicht schließlich ihr Ziel: das siebte Chakra am Brahmand, der Fontanelle am Scheitel des Kopfes. Diesem Vorgang wird traditionell ein Zustand zugeschrieben, in dem die Aktivitäten des Geistes zum Stillstand kommen und falsche Vorstellungen von der Erscheinungswelt verschwinden.
Tantra misst dem Nabel besondere Bedeutung zu und bezeichnet ihn als zentrale Stelle, an der 72.000 feinstoffliche Nerven, die Nadis, zusammenlaufen. Dieser Bereich gilt als Schwerpunkt und Erhaltungszentrum des Körpers.
Tantras beschreiben, gemeinsam mit den Upanishaden und Puranas, zahlreiche Meditationsmethoden, die von einem Guru häufig auf das Temperament und die Bedürfnisse des jeweiligen Praktizierenden zugeschnitten werden. Darüber hinaus wurzeln spezialisierte Praxiswerkzeuge wie Mantras (heilige Klänge) und bestimmte meditative Techniken in dieser Tradition.
Siehe auch die Einträge Prana, Marma und Ojas.
ayur yoga massage · Thai-Massage · Shiatsu · Ausbilderin
Anne Wuchold
Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.
Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.
Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.
In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.


