top of page

Udara

Udara (auch Udaras) ist die Sanskrit-Bezeichnung für den Bauch beziehungsweise das Abdomen und bezeichnet im klinischen Kontext zugleich eine Gruppe von Erkrankungen, die durch eine Vergrößerung oder Auftreibung des Bauches gekennzeichnet sind und unter dem Begriff Udara Roga zusammengefasst werden.

Der Bauch gilt als einer der wesentlichen Abschnitte des Rumpfes und beherbergt fünfzehn innere Organe, darunter den Magen, Amashaya genannt, die Leber, Yakrut, die Milz, Pleeha, die Bauchspeicheldrüse, Kloman, sowie die Darmabschnitte. Teilt man den Körper in drei Bereiche, so wird die Region zwischen Brust und Nabel von Pitta dominiert, während der Bereich unterhalb des Nabels als primärer Sitz des Vata gilt. Eine funktionale Sonderform des Vata, Samana Vata, ist in der Nähe des Verdauungsfeuers angesiedelt und bewegt sich innerhalb des Kostha, des Verdauungstrakts, wo es die Nahrung aufnimmt, verdaut und in Essenz und Abfallstoffe trennt. Nach der ayurvedischen Maßlehre wird der Bauch mit einer Höhe von zehn und einer Breite von zwölf Fingerbreiten angegeben.

Die klassischen ayurvedischen Texte unterscheiden acht Formen der Udara Roga, die sich nach ihrer jeweiligen Ursache richten: die Vatika, von Vata dominiert, die Paittika, von Pitta dominiert, die Kaphaja, von Kapha dominiert, die Sannipaatika, bei der alle drei Doshas beteiligt sind, die Pleehodara, bedingt durch eine Vergrößerung der Milz, die Baddhodara, bedingt durch einen Darmverschluss, die Kshatodara, bedingt durch eine Ruptur oder Verletzung des Darms, sowie die Jalodara, den Aszites, also die Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle. Als zentrale Pathogenesefaktoren dieser Erkrankungen gelten Agnimandya, die Schwäche des Verdauungsfeuers, Doshopachaya, die Anhäufung der Doshas, sowie Srotorodha, die Obstruktion der Körperkanäle.

Zu den diagnostisch bedeutsamen klinischen Zeichen einer Störung des Udara zählt die Vriddhi, die Vergrößerung des Bauches, die etwa bei Sthaulya, der Adipositas, beobachtet wird, wenn der Bauch hängend wird, sowie bei einer Zunahme des Meda Dhatu, des Fettgewebes. Demgegenüber steht die Suskataa, die Auszehrung des Bauches, die als klinisches Zeichen eines Defizits im Mamsa Dhatu, dem Muskelgewebe, oder im Medas, dem Fettgewebe, gilt. Eine Störung des Vata im Bauchraum kann sich zudem durch Udara Shula, einen drehenden, krampfartigen Schmerz, durch Grollen und durch Blähungen äußern.

In der Behandlung von Erkrankungen des Udara kommen vor allem Deepana, appetitanregende Mittel, Pachana, verdauungsfördernde Mittel, sowie die Nitya Virechana, die tägliche therapeutische Abführtherapie, zur Anwendung. Bestimmte Yoga-Asanas wie Trikonasana, Janushirshasana und Paschimottanasana sollen traditionell die Bauchorgane straffen, die Aufnahmefähigkeit verbessern und überschüssige Luft im Körper beseitigen; Uddiyana Bandha bewirkt dabei eine vertikale, Nauli Kriya eine laterale Massage der Bauchorgane. Die Virechana, die therapeutische Purgation, ist speziell für zahlreiche Erkrankungen des Bauchraums indiziert, darunter Gulma, abdominale Tumoren, und Udara selbst. Zu den verwendeten Heilmitteln zählen Vidanga sowie Zubereitungen wie Amrarasakriti, die zur Behandlung von Bauchschmerzen und Bauchleiden eingesetzt werden, ebenso wie spezielle medizinierte Breie, etwa Udumbaradi Yavagu.

Siehe auch die Einträge Vata, Pitta, Kapha, Agni, Mamsa Dhatu und Ura.

engin_akyurt-massage-7452918_1920.jpg

28. Juli – 02. August 2026

50 Stunden · Alle Niveaus

_DSC4883.jpg

04. – 09. August 2026

45 Stunden · Fortgeschrittene

ayur yoga massage · Thai-Massage · Shiatsu · Ausbilderin

Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

_DSC5602.jpg
bottom of page