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Urdhva Ganda

Urdhva Ganda ist in den vorliegenden Quellen nicht als zusammengesetzter Fachbegriff belegt. Es liegen lediglich Informationen zu den beiden Einzelelementen Urdhva (oberer, aufwärtsgerichtet) und Ganda (Wange; auch Knoten/Schwellung) sowie zu verwandten klinischen Konzepten vor, aus denen sich der mögliche Bedeutungsgehalt erschließen lässt.

Ganda bezeichnet in der ayurvedischen Anatomie und Pathologie in erster Linie die Wange und wird daneben im Kontext zervikaler Schwellungen beziehungsweise einer Lymphadenitis verwendet. Die Wangen gelten als wichtige Inspektionsstelle der klinischen Untersuchung, anhand derer der Zustand von Mamsa Dhatu (Muskelgewebe) und Medo Dhatu (Fettgewebe) beurteilt wird. Eine Verminderung oder Schwäche des Mamsa Dhatu äußert sich demnach in einer Abmagerung der Wangen, während eine Vermehrung dieses Gewebes zu einer Überentwicklung der Muskulatur im Hals- oder Gesichtsbereich führen kann. Der Begriff Ganda wird zudem mit einer zervikalen Lymphadenitis (Entzündung der Halslymphknoten) in Verbindung gebracht, die als Störung des Mamsa Dhatu eingeordnet wird. Ein verwandtes Krankheitsbild ist Galaganda, eine Schwellung über dem Hals, die traditionell mit Kropf beziehungsweise Hypothyreose korreliert wird.

Urdhva (auch Urdhwa) bezeichnet den oberen Körperbereich oder aufwärtsgerichtete physiologische Bewegungen. Urdhvanga Chikitsa ist einer der acht klassischen Zweige des Ayurveda und befasst sich speziell mit den „oberen Körperteilen" – Ohren, Nase, Rachen, Augen und Kopf, also dem gesamten Bereich oberhalb des Halses. Urdhwa Jatrugata Roga bezeichnet die Kategorie von Erkrankungen, die oberhalb des Schlüsselbeins auftreten. Urdhwa Gati beschreibt die aufwärtsgerichtete Bewegung der Doshas, wie etwa bei Urdhwaga Amlapitta, einer Form des Säurerefluxes mit Symptomen im oberen Gastrointestinaltrakt. Als Marma-Punkt ist in diesem Zusammenhang Ūrdhva Skandha Marma belegt, ein vitaler Energiepunkt am oberen Schulterbereich (Musculus trapezius); seine Stimulation soll traditionell Schultersteifheit lindern und den Pranafluss zur Lunge unterstützen.

Ein eigenständiger Begriff Urdhva Ganda lässt sich aus dem vorliegenden Material nicht ableiten. Denkbar wäre im klinischen Kontext allenfalls eine Bezugnahme auf den oberen Wangenbereich bei der Untersuchung auf Abmagerung (Suskataa) oder auf eine im oberen Halsbereich beziehungsweise nahe dem Kieferwinkel lokalisierte Schwellung; beide Deutungen sind jedoch nicht durch eine entsprechende Quellenbelegung als feststehender Terminus gestützt. Als Marma-Punkte im Gesichts- und Halsbereich sind in den Quellen stattdessen Phana (seitlich der Nasenlöcher) und Apanga (äußerer Augenwinkel) belegt.

Siehe auch die Einträge Marma, Ganda und Urdhvanga Chikitsa.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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