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Urvi

Urvi (ūrvī; auch Bāhu Ūrvī für die Arm-Variante, Sakthi Ūrvī für die Bein-Variante)

Urvi bezeichnet eine Gruppe von vier Marma-Punkten des klassischen Ayurveda, die der Kategorie der Sira-Marmas zugeordnet werden. Sira-Marmas gelten als vulnerable Kreuzungspunkte, die primär in Bezug auf Gefäße, Venen und Anastomosen definiert werden. Im menschlichen Körper existieren insgesamt vier Urvi-Punkte, je einer an jedem der vier Gliedmaßen.

Die anatomische Lokalisation unterscheidet zwei Untergruppen. Die als Bāhu Ūrvī bezeichneten Arm-Punkte befinden sich in der Mitte des Oberarms, genauer acht Fingerbreiten (aṅgula) distal vom Marma-Punkt Kakshadhara in der Achselregion. Die als Sakthi Ūrvī bezeichneten Bein-Punkte liegen im Bereich der Oberschenkelmitte, wobei der dorsale Aspekt knapp oberhalb des Oberschenkelmittelpunkts und der ventrale Aspekt in der Mitte der Innenseite des Oberschenkels lokalisiert wird.

Als Sira-Marmas repräsentieren die Urvi-Punkte im ayurvedischen anatomischen Verständnis Kreuzungsstellen von fünf organischen Gewebsprinzipien: Gefäßen (sira), Muskeln (māṃsa), Bändern (snāyu), Knochen (asthi) und Gelenken (sandhi). Diesen Schnittstellen kommt die Funktion primärer Sitze des Prana, der vitalen Lebensenergie, zu. Die an diesen Punkten verlaufenden Strukturen — Arterien, Venen, Lymphgefäße sowie Nerven — werden in der ayurvedischen Überlieferung als Träger von Nährstoffen und Feuchtigkeit für das lokale Gewebe betrachtet.

Traditionell wird angenommen, dass die gezielte Stimulation der Urvi-Punkte zur Herstellung eines elektro-chemischen Gleichgewichts im Organismus beitragen kann, das ayurvedisch als Ausgewogenheit der drei Doshas sowie der drei Gunas — Sattva, Rajas und Tamas — verstanden wird. Darüber hinaus gilt die korrekte Manipulation dieser Punkte in der klassischen Überlieferung als förderlich für die Lösung und Ausscheidung akkumulierter Toxine (Ama) aus dem Gewebe.

In der Massagepraxis werden die Urvi-Punkte taktil durch eine spürbare Pulsation lokalisiert, da Marma-Punkte als Kreuzungsstellen von Gefäßen, Muskeln und Nerven häufig eine wahrnehmbare vaskuläre Aktivität aufweisen. Die Behandlung erfolgt mit den Fingerkuppen in kleinen konzentrischen Kreisen, wobei die rechte Hand im Uhrzeigersinn und die linke Hand gegen den Uhrzeigersinn geführt wird. Der applizierte Druck ist als sanft und tolerabel beschrieben, sodass eine Stimulation des Punktes ohne Schmerzauslösung gewährleistet bleibt.

Gehört zur Tradition des klassischen Ayurveda.

Ergänzend sei auf die Einträge Marma, Kakshadhara, Prana, Ama sowie Sira verwiesen.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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