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Vipaka

Vipaka (vipāka; auch Verdauungswirkung, postdigestiver Geschmack)

Vipaka, oft als „postdigestiver Geschmack" oder Biotransformation übersetzt, bezeichnet in der ayurvedischen Pharmakologie die Veränderung des Geschmacks einer Substanz, die nach deren Verdauung durch das Jatharagni (Verdauungsfeuer) eintritt. Während Rasa der unmittelbar von der Zunge wahrgenommene Geschmack ist, stellt Vipaka den endgültigen Geschmack dar, der vom Körper nach Abschluss der ersten Verdauungsphase realisiert wird.

Im Allgemeinen werden drei Arten von Vipaka unterschieden, je nachdem, wie die sechs ursprünglichen Geschmacksrichtungen umgewandelt werden. Madhura-Vipaka (süß) entsteht typischerweise aus Substanzen mit ursprünglich süßem (Madhura) oder salzigem (Lavana) Geschmack. Amla-Vipaka (sauer) entsteht aus Substanzen, die ursprünglich sauer (Amla) sind. Katu-Vipaka (scharf) entsteht aus Substanzen mit ursprünglich bitterem (Tikta), adstringierendem (Kashaya) oder scharfem (Katu) Geschmack.

Der endgültige postdigestive Geschmack bestimmt die langfristige Wirkung einer Substanz auf die Körpergewebe und die Ausscheidung. Madhura-Vipaka gilt als schwer verdaulich; ihm wird zugeschrieben, die Ausscheidung von Kot und Urin zu fördern sowie Kapha und Samen (Shukra) zu vermehren. Amla-Vipaka gilt als leicht; ihm wird eine verstärkende Wirkung auf Pitta zugeschrieben, ebenso eine fördernde Wirkung auf die Ausscheidung von Kot und Urin, jedoch auch eine schädigende Wirkung auf den Samen. Katu-Vipaka gilt ebenfalls als leicht; aufgrund seiner inhärenten Rauheit soll er die Ausscheidung von Wind, Kot, Urin und Samen behindern, Vata verstärken und die sexuelle Potenz schädigen können.

In der ayurvedischen Hierarchie der Eigenschaften einer Substanz gilt Vipaka als wirkmächtiger als der ursprüngliche Geschmack (Rasa). Besitzt eine Substanz einen bestimmten Rasa, aber eine davon abweichende Vipaka, überwiegt die Wirkung der Vipaka gegenüber jener der Rasa. So wird Salz zwar unmittelbar als salzig wahrgenommen, seine langfristige Wirkung auf den Körper wird jedoch von seiner Madhura-Vipaka bestimmt.

Die Kenntnis der Vipaka erlaubt es dem Praktizierenden, die letztliche systemische Wirkung eines Nahrungs- oder Arzneimittels vorherzusagen. In der Regel entspricht die Wirkung des postdigestiven Geschmacks der des ursprünglichen Geschmacks — süßer Geschmack und süße Vipaka wirken beide nährend —, doch es gibt bemerkenswerte Ausnahmen, die als Vichitra Pratyarabda bezeichnet werden. So besitzt etwa Löwenfleisch einen süßen Geschmack, jedoch eine Katu-Vipaka, während Schweinefleisch süß ist und eine Madhura-Vipaka behält. Ebenso verstärkt zwar der Geschmack der meisten sauren Substanzen Pitta, doch die Amalaki-Frucht ist sauer, ohne die typische erhitzende postdigestive Wirkung zu entfalten.

Siehe auch die Einträge Virya, Rasa und Pitta.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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