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Thai Massage Lexikon

Brustbein (Sternum)

Brustbein (Sternum)

Brustbein (Sternum; auch Sternum, sternum, breastbone)

Das Brustbein (Sternum) bildet im Nuad Boran (nuad borān) einen zentralen anatomischen Orientierungspunkt für die Arbeit am vorderen Brustkorb und steht in direktem Bezug zur zentralen Energielinie Sen Sumana sowie zu nahezu allen Rückbeugen und Herzöffnern des assistierten Yoga. Als mittlerer, flacher Knochen des Brustkorbs, der die Rippen verbindet und die darunter liegenden Organe schützt, nimmt es im Nuad Boran eine Sonderstellung ein, da es als einzige knöcherne Struktur unter bestimmten Bedingungen direktem, wenn auch sehr sanftem Druck zugänglich ist.

Die wichtigste Energielinie in diesem Bereich ist Sen Sumana, die vom Nabel aus mittig über den Solarplexus und das Brustbein bis zur Zunge verläuft und traditionell zur Behandlung von Herz-, Lungen- und Atemwegsbeschwerden eingesetzt wird. Sen Lawusang und Sen Ulanga enden im Bereich des Brustbein-Schlüsselbein-Gelenks (sternoclavicular notch).

Für die direkte Behandlung des Brustbeins beschreiben die Quellen eine spezifische Technik, die sich von der allgemeinen Regel unterscheidet, direkten Knochendruck zu vermeiden. Der Therapeut platziert eine oder beide Handflächen auf das Brustbein, wobei die Wurzel der Handfläche oberhalb des Solarplexus liegt, und führt Handballenzirkel oder sanften Druck aus. Als Alternative können die Hände in Gebetsposition gefaltet und mit den Handkanten kreisende Bewegungen auf dem Brustbein ausgeführt werden. Die Quellen betonen ausdrücklich, dass der Druck sehr sanft sein muss und unter keinen Umständen einer Herzdruckmassage gleichen darf. Wenn der direkte Kontakt für den Klienten unangenehm ist, kann dieser die eigene Hand auf das Brustbein legen, worauf der Therapeut dann drückt, oder ein gefaltetes Kissen als Schutzschicht verwendet werden.

Als Zielpunkt für benachbarte Techniken dient das Brustbein als Endpunkt der Interkostalmassage, bei der die Bearbeitung der Zwischenrippenmuskulatur an den Seiten des Brustkorbs beginnt und sich rhythmisch bis zum Rand des Brustbeins vorarbeitet. Bei den Rippenzirkeln folgen kreisende Fingerbewegungen dem Verlauf der Rippen von den Seiten bis zum Brustbein, wobei traditionell visualisiert wird, stagnierende Energie in Richtung Herz abzuleiten. Beim Fingerdruck unterhalb der Schlüsselbeine bewegt sich der Therapeut von der Schulter medial zum Brustbein, stoppt jedoch kurz davor, um direkten Knochendruck zu vermeiden.

In der assistierten Yoga-Praxis des Nuad Boran ist das Anheben des Brustbeins (lift sternum) eine zentrale Ausrichtungsanweisung für Rückbeugen. Die Quellen nennen diese Anweisung ausdrücklich für die Kobra (Bhujangasana), den Bogen (Dhanurasana), den Fisch (Matsyasana), die Brücke (Setu Bandha Sarvangasana) und das Kamel (Ustrasana), da das Anheben des Brustbeins den Brustkorb öffnet, die Brustmuskulatur dehnt und die Atmung verbessert.

Als Sicherheitsprinzipien gelten folgende Grundsätze. Der Schwertfortsatz (Xiphoid Process) am unteren Ende des Brustbeins ist ein besonders empfindlicher Knochenfortsatz, vor dem die Quellen ausdrücklich warnen, da schnelle Bewegungen oder zu starker Druck in diesem Bereich die Gefahr eines Bruchs bergen. Bei allen Techniken, die zum Brustbein hinführen, muss das Brustgewebe strikt ausgespart werden.

Vgl. die Einträge Sen Sumana, Schlüsselbein (Clavicula), Zwischenrippenmuskeln (Musculi intercostales) sowie Rückbeugen (assistierte).

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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