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Thai Massage Lexikon

Kreuzbein (Sacrum)

Kreuzbein (Sacrum)

Kreuzbein (Sacrum; auch Sakrum, sacrum)

Das Kreuzbein (Sacrum) bildet im Nuad Boran (nuad borān) einen wesentlichen anatomischen Ankerpunkt für die Stabilisierung des Beckens, die Behandlung des unteren Rückens und den Verlauf wichtiger Sen-Linien (sen). Als dreieckiger Knochen, der die beiden Darmbeine über das Iliosakralgelenk verbindet und die Wirbelsäule mit dem Becken verankert, nimmt es eine Schlüsselposition zwischen der Behandlung der Beine und der Rückenarbeit ein.

In Bezug auf die Sen-Linien wird Sen Kalatharee direkt mit dem Iliosakralgelenk in Verbindung gebracht. Die erste Rückenlinie beginnt am Iliosakralgelenk und verläuft von dort beidseitig entlang der Wirbelsäule nach oben. Mehrere weitere Linien, die über Gesäß und Beine verlaufen, darunter die Linien i3 und o3, haben ihre energetischen Übergangspunkte im Bereich des Kreuzbeins und der Hüfte.

Da das Kreuzbein unmittelbar unter der Haut liegt, erfordert seine Behandlung besondere Vorsicht und spezifische Techniken. Beim Handballenkreisen (palm circle sacrum) wird mit gewölbten Händen sanft um das Kreuzbein herum gekreist, wobei nur begrenztes Körpergewicht eingesetzt werden darf, da der Druck direkt auf den Knochen wirkt. Bei der Energie-Pressung (sacrum energy press) wird in Bauchlage gezielter Druck für etwa fünf Sekunden auf das Kreuzbein ausgeübt, um Blockaden traditionell zu lösen. In der Kindshaltung oder in Rückenlage kann der Therapeut das Kreuzbein sanft nach unten drücken, um den Übergang von L5 zu S1 zu dekomprimieren. Durch rhythmisches Wiegen der Hüften (rocking) wird gezielt Bewegung in das Iliosakralgelenk gebracht, um Spannungen im unteren Rücken zu lösen. In der Yoga-Massage kann ergänzend ein Block unter das Kreuzbein platziert werden, um die Hüftbeuger passiv zu öffnen.

Im Akupressur-Atlas der Quellen liegt Punkt Back 7 direkt auf dem Kreuzbein. Die Arbeit am Kreuzbein und am Iliosakralgelenk, insbesondere über die Punkte Back 8 bis 11, wird traditionell bei Schmerzen im unteren Rücken, Hüftproblemen und Ischiasschmerzen empfohlen.

Als Stabilisierungspunkt bei Dehnungen und Rückbeugen dient das Kreuzbein in mehreren Positionen als Fixpunkt. Bei Varianten der Kobra sitzt der Therapeut an der Basis des Kreuzbeins, um das Becken am Boden zu fixieren, wobei kein Gewicht auf die Lendenwirbel gebracht werden darf. Beim Pflug (Halasana) stützt der Therapeut das Kreuzbein mit der dominanten Hand, sobald es sich vom Boden abhebt, um die Wirbelsäule zu stabilisieren. Beim liegenden Spinaltwist (lying spinal twist) sollte das Kreuzbein so rotieren, dass es senkrecht zur Matte steht, um das Iliosakralgelenk effektiv zu dehnen.

Als Sicherheitsprinzipien gelten folgende Grundsätze. Bei Schwangerschaft ist die Massage des Kreuzbeins nach einigen Quellen kontraindiziert. Techniken wie das Back Walking sollten in diesem Bereich nur mit äußerster Vorsicht oder gar nicht durchgeführt werden, um Verletzungen der Knochenhaut oder des Steißbeins zu vermeiden. Bei Dehnungen muss die Ausrichtung so gewählt werden, dass das Kreuzbein flach bleibt, um den Druck auf die Lendenwirbelsäule zu minimieren.

Vgl. die Einträge Sen Kalatharee, Beckenkamm (Crista iliaca), Gesäßmuskeln (Musculi glutei), Kobra (Bhujangasana) sowie Kindshaltung (Child's Pose).

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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