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Thai Massage Lexikon

Oberschenkelknochen (Femur)

Oberschenkelknochen (Femur)

Oberschenkelknochen (Femur; auch Oberschenkelknochen, femur, thigh bone)

Der Oberschenkelknochen (Femur) bildet im Nuad Boran (nuad borān) einen wesentlichen anatomischen Wegweiser für den Verlauf der Sen-Linien (sen) am Oberschenkel sowie einen wichtigen Fixpunkt für Akupressur-, Traktions- und Mobilisationstechniken. Als längster Knochen des menschlichen Körpers, der vom Hüftgelenk bis zum Kniegelenk reicht, definiert er die Verlaufsachsen nahezu aller Hauptlinien des Oberschenkels und dient als langer Hebelarm für die Hüftmobilisation.

Fast alle Hauptlinien des Oberschenkels werden in Bezug auf den Femur lokalisiert. Die erste innere Beinlinie (i1) verläuft entlang der Innenseite (medial) des Femurs und endet an der Oberseite des Quadrizeps. Die dritte innere Beinlinie (i3) verläuft mittig über die Oberschenkelrückseite und endet am oberen Ende des Femurs. Die erste äußere Beinlinie (o1) wird entlang der Außenseite (lateral) des Femurs geführt. Die zweite äußere Beinlinie (o2) verläuft über den Tensor fasciae latae und endet direkt am Femurkopf.

Der Bereich um den Femurkopf beherbergt wichtige Akupressurpunkte. Die Quellen beschreiben drei spezifische Punkte direkt um den Femurkopf herum, die der Therapeut mit den Daumen unter Einsatz des Körpergewichts in festgelegter Reihenfolge behandelt. Wie bei allen knöchernen Strukturen gilt auch hier, dass der Druck neben dem Knochen, niemals jedoch direkt auf ihm ausgeübt werden darf.

Eine besondere Technik in der Nähe des Femurs ist das Öffnen des Windtors (Phud Pathu Lom). Dabei platziert der Therapeut seine Hände in Schmetterlingsposition auf der Innenseite des Oberschenkels, leicht unterhalb der Leiste und innerhalb des Femurs, genau dort, wo der Puls der Arteria femoralis zu spüren ist. Durch gezielten Druck wird die Blutzufuhr kurzzeitig gedrosselt, um das Energiesystem der Beine beim Lösen traditionell zu spülen. Diese Technik erfordert besondere Sorgfalt und ein präzises Druckmanagement.

Bei Traktionstechniken schiebt der Therapeut seinen eigenen Fuß oder sein Bein als Hebel unter den Femur des Klienten, um eine gezielte Traktion auf Hüfte, Knie und Knöchel auszuüben. Bei der Hüftmobilisation fungiert der Femur als langer Hebelarm, um das Gelenk durch seinen vollen Bewegungsradius zu führen.

Als Sicherheitsprinzipien gelten folgende Grundsätze. Direkter Druck auf den Knochen ist strikt zu vermeiden. Bei der Arbeit entlang des Femurs in Richtung Becken muss der Therapeut achtsam sein, nicht zu tief in die empfindliche Leistenbeuge (femoral triangle) vorzudringen, um dort verlaufende Gefäße und Nerven zu schützen. Bei intensiven Dehnungen der Oberschenkelrückseite wird das inaktive Bein fixiert, um das Becken zu stabilisieren und eine Fehlbelastung des Femurs oder des Hüftgelenks zu vermeiden.

Vgl. die Einträge Beckenkamm (Crista iliaca), Gesäßmuskeln (Musculi glutei), Quadrizeps (Musculus quadriceps femoris) sowie Phud Pathu Lom (Windtor-Technik).

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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