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Thai Massage Lexikon

Wadenbein (Fibula)

Wadenbein (Fibula)

Wadenbein (Fibula; auch Fibula, fibula)

Das Wadenbein (Fibula) bildet im Nuad Boran (nuad borān) einen wichtigen anatomischen Orientierungspunkt für die Lokalisierung und Behandlung der äußeren Sen-Linien (sen) am Unterschenkel. Als der lateral gelegene, dünnere Knochen des Unterschenkels, der vom Knie bis zum äußeren Knöchel verläuft, definiert er den Verlauf zweier der drei äußeren Beinlinien und dient als Leitstruktur für spezifische Daumendruck- und Greiftechniken.

Zwei äußere Beinlinien werden in direktem Bezug zur Fibula beschrieben. Die zweite äußere Linie (o2) verläuft lateral entlang des Wadenbeins beziehungsweise im Zwischenraum zwischen Schienbein (Tibia) und Wadenbein und beginnt etwa eine Handbreit oberhalb des äußeren Knöchels, um die knöcherne Struktur des Sprunggelenks auszusparen. Die dritte äußere Linie (o3) wird unterhalb oder hinter dem Wadenbein lokalisiert und erfordert ein tieferes Eingreifen unter den Knochen in das darunterliegende Weichteilgewebe.

Für die Druckbehandlung entlang der Fibula beschreiben die Quellen zwei Haupttechniken. Beim Fibula-Tracing tastet der Therapeut die Fibula ab und arbeitet sich mit Daumendruck (nuad nieu) am Knochenrand entlang nach oben, um Verspannungen in der angrenzenden Muskulatur, insbesondere den Peronäus-Muskeln, zu lösen. Für die dritte äußere Linie wird die Daumen-Haken-Technik (hooking) eingesetzt, bei der der Therapeut die Daumen unter die Fibula in die Muskulatur einhakt und sich so zum Knie vorarbeitet. Vor der punktuellen Linienarbeit wird der Bereich üblicherweise durch Handballenpressungen (nuad lam) oder Unterarmrollen aufgewärmt, um das Gewebe geschmeidig zu machen.

Als Sicherheitsprinzipien gelten folgende Grundsätze. Wie beim Schienbein darf der Druck nicht direkt auf den Knochen ausgeübt werden, sondern muss stets auf dem benachbarten Muskelgewebe verbleiben. Da die Muskulatur entlang des Wadenbeins bei vielen Klienten ausgeprägte Festigkeit und Schmerzempfindlichkeit aufweist, ist ein langsamer und progressiver Druckaufbau geboten. Um unnötigen Stress für das Sprunggelenk zu vermeiden, sollte der Unterschenkel während der Fibula-Arbeit stabilisiert werden, etwa durch Fixierung des Fußes mit dem eigenen Fuß des Therapeuten.

Siehe auch die Einträge Schienbein (Tibia), Achillessehne (Tendo calcaneus), Knöchel (Malleolus) sowie Sen (äußere Beinlinien).

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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