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Ätherische Öle

Ätherische Öle

Ätherische Öle (lat. olea aetherea; auch ätherische Essenzen, englisch essential oils, thai: nam man hom)

Ätherische Öle sind flüchtige, aromatische Verbindungen, die durch Destillation oder Kaltpressung aus Pflanzenteilen wie Blättern, Blüten, Rinden, Wurzeln oder Früchten gewonnen werden, und finden in der traditionellen thailändischen Massagepraxis auf mehreren Ebenen Verwendung. Ihre Einsatzgebiete umfassen die Raumgestaltung, die Herstellung von Massagebalmen und Gleitmitteln, die Kräutersauna, die Inhalationstherapie sowie die Nachbereitung von Behandlungssitzungen. Dabei ist eine grundlegende Unterscheidung zu beachten: Ätherische Öle sind in ihrer Anwendung nicht mit getrockneten Kräutern in Kräuterkompressen (luk pra kob) austauschbar, da sie im Kräuterdämpfer zu schnell verfliegen, um therapeutisch wirksam zu sein.

In der Raumgestaltung werden ätherische Öle diffundiert, um den Behandlungsbereich mit für Thailand charakteristischen Düften aufzuwerten und den Klienten bereits vor Beginn der Sitzung in einen Zustand der Entspannung zu versetzen. Zu den in diesem Kontext häufig genannten Düften gehören Eukalyptus, Kampfer und Jasmin.

In der Herstellung von Massagebalmen und Gleitmitteln bilden ätherische Öle die aromatische und therapeutisch wirksame Komponente, während Trägerstoffe wie Bienenwachs, Olivenöl oder Kokosöl die Konsistenz und Gleitfähigkeit bestimmen. Ein verbreitetes Rezept für einen hausgemachten Kräuterbalsam kombiniert Oliven- oder Kokosöl und Bienenwachs mit den ätherischen Ölen von Pfefferminze (Mentha piperita), Eukalyptus (Eucalyptus globulus), Kampfer, Zimt (Cinnamomum zeylanicum) und Nelken (Syzygium aromaticum). Für Gleitmittel bei der Fußmassage sieht ein in den Arbeitsbüchern der Thai Massage Evolution aufgeführtes Rezept die Kombination von 100 Milliliter süßem Mandelöl mit 5 Milliliter Eukalyptusöl, 5 Gramm Kampferpulver und 5 Milliliter Zitronengrasöl (Cymbopogon citratus) vor. Bei Druckpunktanwendungen ist zu beachten, dass Öle erst nach der Behandlung aufgetragen werden sollten, da die Gleitfähigkeit geölter Haut eine präzise Druckarbeit erschwert.

In der Kräutersauna und der Inhalationstherapie dienen ätherische Öle als Substitute für frische oder getrocknete thailändische Kräuter, wenn diese nicht verfügbar sind. Gebräuchliche Öle in diesem Kontext sind Zitronengras, Kampfer, Ingwer, Eukalyptus und Zimtblattöl, denen traditionell schleimlösende, atemwegsreinigende sowie emotional ausgleichende Wirkungen zugeschrieben werden. Zur Nachbereitung einer Massagesitzung können ätherische Öle auch dem Badewasser beigefügt werden, um die Entspannung zu vertiefen und energetische Blockaden zu lösen.

Vier wesentliche Sicherheitshinweise sind in der Praxis zu beachten. Kampfer, Menthol, Pfefferminze und Eukalyptus können als Antidot zu homöopathischen Mitteln wirken, weshalb ihre Verwendung bei entsprechenden Klienten in der Anamnese abzuklären ist. Ätherische Öle sind, wie bereits erwähnt, nicht für die direkte Erhitzung in Kräuterkompressen geeignet. Bei Druckpunktmassagen sollten Öle erst nach der Behandlung aufgetragen werden. Schließlich sollte die Verwendung intensiver Düfte stets vorab mit dem Klienten abgesprochen werden, da Empfindlichkeiten und allergische Reaktionen nicht auszuschließen sind.

Weiterführend sind die Einträge Kräutersauna, Inhalationstherapie, Kräuterbad, Luk Pra Kob (Kräuterstempel) und Kampfer.

Ätherische Öle

Erfahren Sie mehr über Ätherische Öle in der traditionellen Thaimassage: Definition, Technik und therapeutische Anwendungen.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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