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Ardha Matsyendrasana (Halbe Wirbelsäulendrehung)

Ardha Matsyendrasana (Halbe Wirbelsäulendrehung)

Ardha Matsyendrasana (sanskrit: ardha matsyendrāsana; auch Halbe Wirbelsäulendrehung, englisch Half Spinal Twist, thai: tha muan san lang nang)

Ardha Matsyendrasana (sanskrit: ardha matsyendrāsana, wörtlich: halbe Haltung des Herrn der Fische, benannt nach dem legendären Yoga-Meister Matsyendra) ist eine sitzende Wirbelsäulendrehung des Hatha Yoga, die in der Praxis des Nuad Boran als passiv geführte Rotation in Schritt 75 der klassischen Abfolge integriert ist. Die Technik kombiniert eine sanfte Längung der Wirbelsäule mit einer kontrollierten Rotation des Torso und aktiviert in der energetischen Konzeption des Nuad Boran insbesondere die Sen-Linien Kalatharee und Sumana, um Blockaden im zentralen und peripheren Energiefluss zu lösen.

Der Klient sitzt mit gekreuzten Beinen auf der Matte und verschränkt die Finger hinter dem Kopf. Der Therapeut kniet hinter dem Klienten, wobei ein Knie auf dem Boden platziert ist und das Schienbein des anderen Beins quer über den Rücken oder das Gesäß des Klienten gelegt wird, um diesen zu stabilisieren und ein seitliches Verrutschen während der Rotation zu verhindern. Der Therapeut hakt seine Arme unter den Achselhöhlen des Klienten ein und greift dessen Unterarme. Aus dieser Griffposition heraus hebt der Therapeut den Oberkörper des Klienten leicht an, um die Wirbelsäule zu längen, und rotiert den Torso anschließend kontrolliert in Richtung des aufgestellten Knies. Die Bewegung wird dreimal synchron zur Ausatmung des Klienten wiederholt, wobei die Tiefe der Drehung bei jedem Durchgang behutsam gesteigert werden kann. Die Wirbelsäule muss während der gesamten Ausführung vollkommen aufrecht bleiben, da eine Flexion der Wirbelsäule die Rotationswirkung mindert und das Verletzungsrisiko erhöht.

Für Klienten, die deutlich schwerer oder größer als der Therapeut sind, steht eine Variante im Stehen zur Verfügung. Der Therapeut nutzt dabei sein Körpergewicht und platziert ein Bein als Stütze am Kreuzbein des Klienten, während er den Oberkörper durch Halten der Schulterblätter oder der Körperseite in den Twist führt. Klienten, die Schwierigkeiten haben, aufrecht zu sitzen, können durch ein Kissen oder eine gefaltete Decke unter dem Gesäß unterstützt werden, um eine physiologisch korrekte Beckenstellung zu ermöglichen.

Ein wesentliches biomechanisches Prinzip betrifft die Kraftquelle des Therapeuten: Die Drehbewegung darf niemals ausschließlich durch Muskelkraft der Arme erzeugt werden, sondern muss aus der Körpermitte und den Beinen des Therapeuten kommen, um Überlastungen beider Seiten zu vermeiden.

Therapeutisch dehnt Ardha Matsyendrasana die Schultern, Hüften, die Wirbelsäule und den Nacken und stimuliert traditionell die Verdauungsorgane durch die Kompression und anschließende Freigabe des Abdominalbereichs. Der Position wird in der Überlieferung eine lindernde Wirkung bei Menstruationsbeschwerden, Asthma, Rückenschmerzen und Ischiasproblemen zugeschrieben, wobei es sich um traditionelle Überzeugungen handelt, deren wissenschaftliche Validierung im Einzelfall zu prüfen ist.

Als Kontraindikationen gelten akute Wirbelsäulen- oder Nackenverletzungen sowie Durchfall, bei denen die Technik in beiden Varianten nicht angewendet werden darf.

Vgl. die Einträge Asana, Shava Udarakarshanasana, Sen Kalatharee, Sen Sumana und Hatha Yoga.

Ardha Matsyendrasana (Halbe Wirbelsäulendrehung)

Erfahren Sie mehr über Ardha Matsyendrasana (Halbe Wirbelsäulendrehung) in der traditionellen Thaimassage: Definition, Technik und therapeutische Anwendungen.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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