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Depression

Depression

Depression, Behandlungsprotokoll (rok uttha; auch Depressionsbehandlung, การรักษาอาการซึมเศร้า kan raksa akan suem sao)

Depression wird im Nuad Boran als Zustand energetischer Blockaden und Ungleichgewichte verstanden, der sowohl die physische als auch die mentale Ebene des Klienten durchdringt und sich in einer Hemmung des Lom-Flusses in den für das emotionale und kognitive Wohlbefinden zuständigen Sen-Linien manifestiert. Die Behandlung zielt darauf ab, die Energiemuster des Körpers zu reaktivieren, das Nervensystem zu beruhigen und durch die Förderung von Achtsamkeit den kreisenden Gedankenfluss zu unterbrechen, der depressive Zustände häufig aufrechterhält. Die Methoden des Nuad Boran sind ausdrücklich als unterstützende Maßnahme zu verstehen und ersetzen keine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung; bei akuten, schweren oder klinisch relevanten Depressionen ist fachärztlicher Rat zwingend einzuholen, bevor mit einer Behandlung begonnen wird.

Die zentrale Sen-Linie im Depressionsprotokoll ist Sen Kalatharee, die in manchen Schulen als Kopf- und Herzlinie bezeichnet wird. Sie gilt in der Überlieferung als die wichtigste Linie bei der Behandlung von Depressionen und psychischen Störungen, da sie sowohl das emotionale Herz als auch mentale Zustände im Kopfbereich adressiert; im Akupressur-Atlas der Shivagakomarpaj-Linie wird sie explizit als korrespondierende Linie für Depressionen und psychische Erkrankungen aufgeführt. Ergänzend werden Sen Sahatsarangsi und Sen Tawaree in den Quellen im Zusammenhang mit manisch-depressiven Zustandsbildern erwähnt, ohne dass dafür ein detailliertes eigenständiges Protokoll überliefert ist.

Die Behandlungsstrategie bei Depression verbindet Elemente aus dem Stress- und dem Angstprotokoll mit einer besonderen Betonung der emotionalen Sicherheit und der Qualität der therapeutischen Beziehung. Tempo, Rhythmus und Intention folgen dem beruhigenden Grundprinzip: Die Massage wird langsam, gleichmäßig und mit einer explizit entspannenden Absicht durchgeführt. Das längere Halten von Dehnungen und stillen Druckpunkten erlaubt dem Klienten, sich auf allen Ebenen zu öffnen und Energiebewegungen zu integrieren. Die Förderung von Achtsamkeit — das Verlangsamen rasender Gedanken durch die Fokussierung auf unmittelbare körperliche Empfindungen — gilt als ein wesentlicher Wirkfaktor gegen die kognitive Überaktivierung, die depressive Zustände häufig begleitet.

Die empfohlenen assistierten Yoga-Positionen teilen die Eigenschaft, das Nervensystem durch Inversion oder Vorwärtsbeuge in einen parasympathisch dominierten Zustand zu führen. Der Pflug (Skt. Halāsana) lindert Depressionen, Stress und Angstzustände durch seine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem. Die Hand-zu-Fuß-Stellung (Skt. Pāda Hastāsana) wird bei leichter Depression und begleitenden Kopfschmerzen empfohlen. Der gestützte Schulterstand (Skt. Sālamba Sarvāṅgāsana) gilt als besonders wirksam, da er das Nervensystem ausbalanciert und regulierend auf Stress, milde Depression und Erschöpfung einwirkt. Bei schweren Depressionen sind bestimmte Positionen ausdrücklich kontraindiziert: die windbefreiende Stellung (Skt. Pavana Muktāsana), die Ohrendruck-Stellung (Skt. Karṇa Pīḍāsana) sowie die sitzende Vorwärtsbeuge sind in diesem Zustand zu meiden, da sie nach traditioneller Einschätzung den Energiefluss in einer Weise beeinflussen können, die depressive Symptome verstärkt.

Die Rolle des Therapeuten ist im Depressionsprotokoll von besonderer Bedeutung. Die Kultivierung von Mettā — der liebenden Güte als aktiver meditativer Praxis — schafft die heilsame und unterstützende Atmosphäre, in der ein depressiver Klient überhaupt die Bereitschaft entwickeln kann, sich der Behandlung zu öffnen. Gleichzeitig birgt die Arbeit mit depressiven Klienten ein erhöhtes Risiko für den Therapeuten selbst: Die Aufnahme negativer Energien und der emotionalen Last des Klienten kann sich nach traditioneller Überzeugung deprimierend auf den Therapeuten auswirken. Reinigungsrituale nach der Sitzung — Duschen, Meditation, Yoga-Praxis — werden daher als besonders dringend empfohlen, und die konsequente Kultivierung von Mettā während der Behandlung gilt als wirksamster Schutz gegen energetische Übertragung.

Unmittelbar nach der Behandlung können vorübergehend depressive Phasen oder emotionale Ausbrüche auftreten. Traditionell werden diese Reaktionen als Folge der Freisetzung negativ gespeicherter Spannungen und des veränderten Energieflusses verstanden — als notwendige Durchgangsphase, nicht als Verschlechterung des Zustands. Klienten sind vorab über diese Möglichkeit zu informieren, und der Therapeut sollte am Ende jeder Sitzung ausreichend Zeit für eine behutsame Nachbegleitung einplanen, bevor der Klient entlassen wird.

Gehört beiden Traditionen an.

Weiterführend sind die Einträge Sen Kalatharee, Sen Sahatsarangsi, Sen Tawaree, Angst und Angstzustände — Behandlungsprotokoll, Mettā sowie Energieausleitung.

Depression

Erfahren Sie mehr über Depression in der traditionellen Thaimassage: Definition, Technik und therapeutische Anwendungen.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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