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Gelenkmobilisation

Gelenkmobilisation

Gelenkmobilisation (kan khluean kai; auch Joint Mobilization, Gelenklockerung)

Die Gelenkmobilisation ist ein wesentliches Bindeglied zwischen der Akupressurarbeit an den Energielinien (sen) und den großen Dehnungen in der Traditionellen Thailändischen Massage (Nuad Boran). Sie dient der Vorbereitung der Gelenke auf intensivere Behandlungsschritte, der Verbesserung der Beweglichkeit und der Lösung stagnierender Energie aus dem Gelenkbereich. In der klassischen Behandlungsroutine gilt eine verbindliche Abfolge: Zunächst erfolgt die sen-Arbeit durch Akupressur, dann die Gelenkmobilisation, und erst nach deren Abschluss folgen die großen Dehnübungen; diese Reihenfolge gewährleistet eine sichere und effektive Vorbereitung des Körpers.

Die Mobilisationstechniken variieren je nach Körperregion und folgen durchgängig dem Prinzip der Dekompression, das heißt des sanften Lösens und Öffnens statt des Drückens. An Fuß und Knöchel werden die Zehen einzeln rotiert, bevor sie gestreckt werden; der Knöchel wird durch kreisende Bewegungen mobilisiert, wobei der Praktizierende sein Körpergewicht nutzt und die Ferse stabilisiert. An den Knien werden die Kniescheiben mit den Handflächen sanft im und gegen den Uhrzeigersinn bewegt, ohne direkten Druck auf den Knochen auszuüben. An der Hüfte bildet das Hüftkreisen die zentrale Technik, bei der das gebeugte Bein in progressiv größeren Kreisen bewegt wird, um den vollen Bewegungsradius des Hüftgelenks auszuschöpfen. An Schulter und Schulterblatt wird die Schulter durch Rotationsbewegungen geöffnet; die Skapulamobilisation nutzt Hebelbewegungen des Arms, um das Schulterblatt gezielt zu mobilisieren. An Handgelenk und Ellbogen werden sanfte Rotationen in beide Richtungen eingesetzt, wobei das angrenzende Gewebe stets unterstützt wird.

Die physiologischen Wirkungen der Gelenkmobilisation umfassen die Verbesserung der Blutzirkulation im Gelenkbereich, die Förderung der Versorgung der Knochenhaut sowie den Abtransport von Stoffwechselabfallprodukten, was Steifheit und Schmerzen reduziert. In der energetischen Dimension der Nuad Boran, insbesondere in der Tradition des Reusi Dat Ton, wird die Mobilisation als Gelenkschütteln verstanden, das stagnierenden lom aus den Gelenken befreit und die Energiekanäle öffnet.

Bei Behandelten mit Arthritis oder ausgeprägter Gelenksteifheit ist besondere Vorsicht geboten; die Intensität muss sehr langsam gesteigert werden, und bei geäußertem Schmerz ist die Technik sofort zu unterbrechen. Der Praktizierende arbeitet stets mit dem Eigengewicht und nicht mit reiner Muskelkraft; das angestrebte Ergebnis ist stets ein Gefühl von Lockerheit und Dekompression im behandelten Gelenk.

Gehört beiden Traditionen an.

In Zusammenhang stehen die Einträge Schüttelentspannung, Reusi Dat Ton, Lom und Sib Sen.

Gelenkmobilisation

Erfahren Sie mehr über Gelenkmobilisation in der traditionellen Thaimassage: Definition, Technik und therapeutische Anwendungen.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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