Gesichtslähmung

Gesichtslähmung, Behandlungsprotokoll (kan cha bai na; auch Fazialisparese, Bell's Palsy, Gesichtsmassage bei Lähmung, การรักษาอาการอัมพาตใบหน้า kan raksa akan amphat bai na)
Der vorliegende Eintrag ergänzt und vertieft das Protokoll zur Fazialisparese um den detaillierten Ablauf der Gesichtsmassage sowie um präzisere Angaben zum Verlauf der relevanten Sen-Linien im Kopf- und Halsbereich.
Sen Sahatsarangsi und Sen Tawaree verlaufen vom Nabel über die Beine und den Torso, ziehen am Hals vorbei über den Kiefer und den Mundwinkel und enden an den Augen; ihre Trajektorie durch die untere und mittlere Gesichtsregion macht sie zu den primären therapeutischen Kanälen nicht nur bei Gesichtslähmungen, sondern — nach der Überlieferung der Shivagakomarpaj-Linie — auch bei depressiven Psychosen, was auf eine enge Verbindung dieser Linien mit dem emotionalen und neurologischen Gleichgewicht hinweist. Sen Lawusang und Sen Ulanga verlaufen vom Nabel durch die Brustwarzen und den Hals und enden unterhalb der Ohren; sie versorgen nach traditioneller Auffassung den Mund-, Kiefer- und unteren Gesichtsbereich und sind unverzichtbar bei Taubheitsgefühlen und Lähmungen in dieser Region.
Der Ablauf der Gesichtsbehandlung folgt einer regionalen Sequenz, die von kranial nach kaudal fortschreitet. Die Stirn- und Schläfenarbeit bildet den Ausgangspunkt: Die Stirnlinien werden ausgestrichen und an den Schläfen werden sanfte Kreisbewegungen ausgeführt, um den Lom-Fluss in den oberen Gesichtsanteilen anzuregen. Daran schließt sich die Augen- und Wangenregion an: Die Augenhöhlenränder werden mit gezieltem Daumendruck stimuliert, gefolgt von Druckpunkten am Jochbein und entlang der Wangenlinien. Im dritten Abschnitt werden die Linien um Lippen und Kinn sowie das Kiefergelenk (Articulatio temporomandibularis) bearbeitet, das bei Fazialisparese häufig von Spannungen und Bewegungseinschränkungen begleitet wird. Den Abschluss bilden eine kreisende Kopfhautmassage im Stil der Shampoobewegungen sowie das Erzeugen eines Ohr-Vakuums, das nach traditioneller Auffassung stagnierende Energie aus dem Kopf- und Gesichtsbereich ableitet und das energetische System nach der Behandlung stabilisiert.
Die technischen Prinzipien — maximale Stimulationsintensität bei herabgesetztem Empfindungsvermögen, ergänzender Einsatz von Ellbogen und Knie, kontinuierliche Beobachtung mimischer Reaktionen als Ersatz für verbales Schmerzfeedback sowie der unterstützende Einsatz heißer Kräuterkompressen — entsprechen jenen des allgemeinen Lähmungsprotokolls. Im Gesichtsbereich gilt jedoch eine spezifische Einschränkung: Die anatomische Empfindlichkeit der Gesichtsstrukturen — dünne Haut, oberflächlich verlaufende Nervenäste, Nähe zu den Augen und den Nasennebenhöhlen — erfordert auch bei maximaler Stimulationsintention eine besondere Feinfühligkeit in der Druckführung. Ellbogen, Knie und Fuß sind für die Gesichtsmassage nicht geeignet; die Stimulation erfolgt ausschließlich mit Daumen und Fingern.
Das Reusi Dat Ton ergänzt das Protokoll um Übungen zur Selbstmassage der Gesichts- und Halsmuskulatur sowie zur aktiven Mobilisation des Kiefergelenks, die der Klient eigenständig zwischen den professionellen Sitzungen praktizieren kann, um die therapeutischen Impulse kontinuierlich weiterzuführen und die Reaktivierung der gelähmten Muskulatur aktiv zu unterstützen.
Gehört beiden Traditionen an.
In Zusammenhang stehen die Einträge Fazialisparese — Behandlungsprotokoll, Lähmung — Behandlungsprotokoll, Sen Sahatsarangsi, Sen Tawaree, Sen Lawusang, Sen Ulanga sowie Punktabschluss.
ayur yoga massage · Thai-Massage · Shiatsu · Ausbilderin
Anne Wuchold
Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.
Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.
Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.
In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.



