Kurkuma (Curcuma longa)

Kurkuma (Curcuma longa; auch Gelbwurz, thai: khamin)
Kurkuma (Curcuma longa) ist eine mehrjährige Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) und ein fester Bestandteil der traditionellen thailändischen Heilkunde. Zusammen mit der manuellen Behandlung (Nuad Boran) und der spirituellen Praxis bildet die Kräuterheilkunde eine der drei Hauptsäulen der traditionellen thailändischen Medizin, in deren Rahmen Kurkuma seit Jahrhunderten sowohl innerlich als auch äußerlich Anwendung findet.
In der Praxis des Nuad Boran wird Kurkuma vorrangig als Bestandteil von Kräuterkompressen (luk pra kob) eingesetzt. Die getrocknete Wurzel wird dabei klassischen Kräutermischungen hinzugefügt, zu denen in der Regel Cassumunar-Ingwer (Zingiber cassumunar), Kaffir-Limette (Citrus hystrix) und Zitronengras (Cymbopogon citratus) gehören. Die Mischung wird in Musselin-Tücher gewickelt, zu einem festen Bündel geformt und in einem Kräuterdämpfer auf Behandlungstemperatur gebracht. Die Kombination aus feuchter Wärme und den Wirkstoffen des Kurkumas ermöglicht eine gleichzeitige thermische und phytotherapeutische Einwirkung auf das Gewebe.
In der thailändischen Tradition wird Kurkuma vor allem wegen seiner entzündungshemmenden und analgetischen Eigenschaften geschätzt. Die Anwendung heißer Kompressen mit Kurkuma wird insbesondere bei Gelenksteifheit und arthritischen Beschwerden empfohlen, da die Wärme in Verbindung mit den Pflanzenwirkstoffen traditionell zur Lockerung der Gelenke beitragen soll. Darüber hinaus findet Kurkuma Verwendung bei Muskelschmerzen, Muskelkater sowie überbeanspruchten oder gezerrten Muskeln und Bändern. Nicht zuletzt wird der Pflanze in der thailändischen Volksmedizin eine reinigende und heilende Wirkung auf die Haut zugeschrieben, weshalb sie auch bei bestimmten Hauterkrankungen eingesetzt wird. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um traditionelle Überzeugungen handelt, deren wissenschaftliche Validierung im Einzelfall zu prüfen ist.
Im Kontext der Wärmetherapie (hot therapy) gilt Kurkuma als ein Mittel zur Förderung des Energieflusses (lom, in anderen Systemen auch prana genannt) sowie zur Lösung von Blockaden entlang der Sen-Linien. Eine verwandte Art, die Zitwerwurzel (Curcuma zedoaria), wird in einigen Quellen ebenfalls als häufiger Inhaltsstoff thailändischer Kräuterstempel aufgeführt und kann je nach Schule und Region als Ergänzung oder teilweiser Ersatz für Curcuma longa verwendet werden.
Vgl. die Einträge Luk Pra Kob (Kräuterstempel), Kräuterdämpfer, Cassumunar-Ingwer und Lom.
ayur yoga massage · Thai-Massage · Shiatsu · Ausbilderin
Anne Wuchold
Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.
Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.
Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.
In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.



