Metta (Liebende Güte)

Metta (mettā; Pali: เมตตา; auch liebende Güte, allumfassende Liebe; Sanskrit: maitrī)
Mettā ist ein zentraler Begriff des Theravada-Buddhismus und bezeichnet den Geisteszustand der liebenden Güte, des bedingungslosen Wohlwollens gegenüber allen Wesen. In der Traditionellen Thailändischen Medizin (TTM) gilt mettā als spirituelles Herzstück der gesamten Behandlungspraxis und als jene innere Qualität, die eine mechanische Abfolge von Griffen und Dehnungen in eine echte Heilhandlung verwandelt. Der Begriff entstammt dem Pali und entspricht im Sanskrit dem Terminus maitrī; er bezeichnet einen der vier göttlichen Geisteszustände (brahma-vihāra), zu denen neben mettā auch karuṇā (Mitgefühl), muditā (Mitfreude) und upekkhā (Gleichmut) gehören.
Im Theravada-Kontext wird die Massage als körperliche Anwendung von mettā verstanden. Ein Behandelnder, der diese Tradition ernst nimmt, versteht seine Arbeit nicht als Beruf im gewöhnlichen Sinne, sondern als spirituelle Übung, die darauf abzielt, das Leiden des Empfängers zu lindern. Die Wirksamkeit der Behandlung hängt nach traditioneller Auffassung maßgeblich vom inneren Zustand des Behandelnden ab: Ohne die bewusste Absicht, Gutes zu tun, bleibt die Sitzung eine äußerliche Abfolge mechanischer Bewegungen. Erst wenn die Berührung vom Willen zur Heilung durchdrungen ist, entfaltet sie nach dieser Überzeugung ihre volle therapeutische Kraft. Ein guter Behandelnder arbeitet daher in einem Zustand meditativer Achtsamkeit und Sammlung, häufig eingeleitet durch ein Gebet (puja) zu Ehren von Jīvaka Kumāra Bhṛṣa. Durch die fortgesetzte Kultivierung von mettā entwickelt der Behandelnde zudem eine Intuition für den Energiefluss im Körper des Empfängers, die es ihm erlaubt, die Intensität der Behandlung individuell und situativ anzupassen.
Mettā dient in der Praxis auch dem Selbstschutz des Behandelnden. Es wird traditionell angenommen, dass Behandelnde unbewusst negative Emotionen oder energetische Blockaden ihrer Klienten aufnehmen können. Die bewusste Kultivierung liebender Güte hilft dabei, heilende Energie zu geben, ohne negative Eindrücke zu verinnerlichen; der Behandelnde versteht sich so als Kanal für eine unerschöpfliche Quelle heilsamer Kraft.
In der klassischen Behandlungssequenz nimmt mettā auch formal den Abschluss der Sitzung ein. Nachdem die Behandlung die negativen Energien aus dem System des Empfängers ausgeleitet hat, wird das energetische System bewusst mit positiven Qualitäten gefüllt. Dies geschieht durch eine stille mettā-Meditation, in der der Behandelnde Wünsche wie Mögest du glücklich sein, Mögest du gesund sein, Mögest du friedvoll sein und Mögest du geheilt sein mental wiederholt und dem Empfänger widmet. Dieses abschließende Geschenk von mettā wird in der Überlieferung mitunter als der bedeutsamste Schritt der gesamten Sitzung bezeichnet, da er die physische Arbeit in ihrer spirituellen Dimension vollende.
Gehört beiden Traditionen an.
Weiterführend sind die Einträge Brahma-Vihāra, Karuṇā, Theravada-Buddhismus, Puja, Wai Khru, Heilige Berührung und Jivaka Kumar Bhaccha.
ayur yoga massage · Thai-Massage · Shiatsu · Ausbilderin
Anne Wuchold
Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.
Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.
Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.
In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.



