top of page

Migräne

Migräne

Migräne, Behandlungsprotokoll (puat hua khaang diao; auch Migränebehandlung, การรักษาไมเกรน kan raksa mai kren)

Migräne wird im Nuad Boran als energetische Störung verstanden, die durch Blockaden oder Ungleichgewichte im System der Sen-Linien verursacht wird und sich in intensiven, häufig halbseitigen Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit und vegetativen Begleitsymptomen manifestiert. Die Behandlung zielt nicht auf die Symptombekämpfung im westlichen Sinne, sondern auf die Wiederherstellung des ausgeglichenen Lom-Flusses entlang der relevanten Linien; traditionell wird angenommen, dass bereits wenige regelmäßige Sitzungen zu einer spürbaren Reduktion der Beschwerdefrequenz und -intensität beitragen können. Das Behandlungsprotokoll bei Migräne unterscheidet sich vom allgemeinen Kopfschmerzprotokoll durch eine stärkere Betonung der distalen Arbeit, eine verlängerte Haltedauer der Akupressurpunkte und eine besondere Vorsicht bei der Auswahl assistierter Dehnungen. Die Methoden des Nuad Boran ersetzen keine ärztliche Diagnose und Behandlung; bei chronischer oder schwerer Migräne ist medizinischer Rat einzuholen.

Die drei Sen-Linien mit der engsten Verbindung zur Migräneentstehung und -behandlung sind Sen Itha, Sen Pingala und Sen Kalatharee. Itha und Pingala verlaufen vom Nabel über die Beine und den Rücken bis zum Kopf, wo sie über den Scheitel ziehen und an den Nasenlöchern enden; ihre Verbindung zu den Nasennebenhöhlen macht sie besonders relevant bei Migräne, die mit sinusitischen Begleiterscheinungen einhergeht. Bei Migräne wird empfohlen, alle Akupressurpunkte entlang beider Linien über den gesamten Körperverlauf zu bearbeiten. Sen Kalatharee, die in manchen Schulen als Kopf- und Herzlinie bezeichnet wird, ergänzt das Protokoll als Linie, die sowohl physische als auch mentale Beschwerden im Kopfbereich adressiert.

Die Behandlungssequenz folgt dem für das Nuad Boran charakteristischen distalen Prinzip und beginnt an den Füßen, wobei der Schwerpunkt auf jenen Punkten liegt, die reflektorisch mit den Nasennebenhöhlen in Verbindung gebracht werden. Daran schließt sich die Bearbeitung der Arm- und Handlinien an; Punkt 1 auf dem Handrücken in der Falte zwischen Daumen und Zeigefinger gilt als der zentrale schmerzlindernde Akupressurpunkt des gesamten Systems und wird bei Migräne mit besonderer Sorgfalt behandelt. Die Schulter- und Nackenarbeit bildet den funktionellen Kern des Protokolls, da tiefe Verspannungen in Trapezius, Schulterblattmuskulatur und subokzipitaler Nackenmuskulatur als häufige myofasziale Mitursache von Migräne gelten und eine gründliche Mobilisation dieser Strukturen als unverzichtbar betrachtet wird. Die Kopfakupressur an den Marma-Punkten des Schädels — Schläfen, Basis des Hinterhauptbeins und Drittes Auge zwischen den Augenbrauen — zielt auf die Lösung neurovaskulärer Spannungen. Den Abschluss bildet eine Gesichtsmassage mit Ausstreichen der Stirnlinien, die die Entspannung vertieft und verbleibende Restspannung ableitet.

Die Akupressuranwendung bei Migräne weicht in einem wesentlichen Punkt vom Standardprotokoll ab: Die Haltedauer der einzelnen Druckpunkte wird auf bis zu zehn Sekunden oder mehr ausgedehnt, und der Druck wird bei jeder Wiederholung des Dreier-Zyklus behutsam gesteigert. Diese verlängerte und progressive Druckführung soll einen tieferen Einfluss auf die neurovaskuläre Reaktion ermöglichen und den Lom-Fluss nachhaltiger regulieren als eine kürzere Standardintervention.

Bei akuter Migräne mit starker Schmerzintensität ist direkte Akupressur zurückhaltend oder gar nicht einzusetzen. In diesen Fällen empfiehlt sich zunächst das Auflegen eines heißen feuchten Tuches auf den betroffenen Bereich, um das Gewebe zu entspannen und die Schmerzgrenze für eine eventuelle spätere manuelle Behandlung zu senken. Heiße Kräuterkompressen können ergänzend zur Förderung der Durchblutung und zur Lösung muskulärer Verspannungen in Nacken und Schultern eingesetzt werden. Das Einmassieren von Kräuterbalsam an den Schläfen gilt in vielen Schulen als ergänzende symptomlindernd wirkende Maßnahme.

Bei der Auswahl assistierter Dehnungen ist im Migräneprotokoll besondere Zurückhaltung geboten. Der Pflug (Skt. Halāsana) und der gestützte Schulterstand (Skt. Sālamba Sarvāṅgāsana) werden als potenziell hilfreich eingestuft, da sie das Nervensystem beruhigen und den zervikalen Bereich entlasten können. Kontraindiziert bei akuten Migränebeschwerden sind intensive Rückbeuge-Positionen wie der Bogen (Skt. Dhanurāsana) und der Tänzer (Skt. Naṭarājāsana), die den intrakranialen Druck erhöhen und die Symptomatik verschlimmern können.

Gehört beiden Traditionen an.

In Zusammenhang stehen die Einträge Kopfschmerzen — Behandlungsprotokoll, Sen Itha, Sen Pingala, Sen Kalatharee, Therapiepunkte sowie Kräuterkompresse.

Migräne

Erfahren Sie mehr über Migräne in der traditionellen Thaimassage: Definition, Technik und therapeutische Anwendungen.

Start Now
engin_akyurt-massage-7452918_1920.jpg

28. Juli – 02. August 2026

50 Stunden · Alle Niveaus

_DSC4883.jpg

04. – 09. August 2026

45 Stunden · Fortgeschrittene

ayur yoga massage · Thai-Massage · Shiatsu · Ausbilderin

Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

_DSC5602.jpg
bottom of page