Pitta

Pitta (pitta; auch Pittakun; Sanskrit: pitta; Pali: pitta)
Pitta bezeichnet in der indischen Ayurveda-Tradition das Dosha der Transformation und Hitze und wurde zusammen mit den anderen Bioenergien im Zuge der Verbreitung des Buddhismus in die Heilkunde Südostasiens übernommen. In der traditionellen thailändischen Medizin (TTM) findet Pitta seine funktionale Entsprechung vorrangig im Feuerelement Fai, da das thailändische Vier-Elemente-System die Dosha-Lehre nicht eigenständig systematisiert, sondern in die Elementenlehre integriert.
Die transformativen und wärmeerzeugenden Qualitäten, die im klassischen Ayurveda Pitta zugeordnet werden, übernimmt in der TTM das Feuerelement: Es steuert die Verdauung, den Stoffwechsel und alle Prozesse, die den Körper erwärmen. Therapeutisch wird ein Pitta-Ungleichgewicht in der thailändischen Praxis häufig indirekt behandelt, etwa durch die Arbeit an den Sen-Linien oder durch die Anwendung von Wärme in Form von Kräuterkompressen am Nabel, um den Energiefluss zu regulieren und überschüssige Hitze im Körper zu verteilen. Gerät das Feuerelement gleichzeitig mit Wind und Wasser aus der Balance, entsteht der als Sannipat bezeichnete Zustand, der traditionell mit schwerem toxischem Fieber einhergeht und als besonders schwer behandelbar gilt.
Eine terminologische Besonderheit zeigt sich darin, dass der Begriff Pitta in der thailändischen Nomenklatur der Energielinien direkt weiterlebt. Die Sen-Linie Pittakun bezeichnet beim Mann die Energielinie Sen Kitcha, die vom Nabel zum Damm verläuft und in direktem Zusammenhang mit der sexuellen Funktion und Fruchtbarkeit steht, einschließlich der Hoden und der Prostata. Bei der Frau wird die energetisch entsprechende Bahn als Kitchana bezeichnet. Das Fortleben des Begriffs Pitta im Namen dieser Linie verweist auf die strukturelle Tiefe, mit der ayurvedische Konzepte in die thailändische Systematik eingeflossen sind.
Die historische Dimension der Pitta-Lehre im thailändischen Kontext wird durch eine Überlieferung in den Pali-Schriften des Theravada-Buddhismus unterstrichen: Jivaka Kumar Bhaccha, der legendäre Begründer der Thai-Massage, soll den Buddha persönlich behandelt haben, als dieser an einem Ungleichgewicht der Doshas litt. Diese Überlieferung verankert die Harmonisierung von Pitta und den übrigen Bioenergien als spirituelle und medizinische Pflicht des Heilers zugleich.
Gehört beiden Traditionen an.
Weiterführend sind die Einträge Dosha, Fai, Sannipat, Sen Kitcha sowie Jivaka Kumar Bhaccha.
ayur yoga massage · Thai-Massage · Shiatsu · Ausbilderin
Anne Wuchold
Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.
Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.
Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.
In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.



