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Pranamaya Kosha

Pranamaya Kosha

Pranamaya Kosha (Prāṇamaya Kośa; auch Energiekörper, zweite Haut, Aura)

Prāṇamaya Kośa ist ein Sanskritterminus der Yogaphilosophie und bezeichnet den Energiekörper — ein unsichtbares, den physischen Körper durchdringendes und umgebendes Energiegefüge, das in der Traditionellen Thailändischen Medizin (TTM) als theoretisches Fundament der gesamten Behandlungspraxis dient. Der Begriff setzt sich zusammen aus prāṇa (Lebensenergie), maya (durchdrungen von, bestehend aus) und kośa (Hülle, Schicht); er bezeichnet damit wörtlich die aus Lebensenergie bestehende Hülle.

Der Prāṇamaya Kośa wird als ein komplexes Netzwerk von Energiebahnen verstanden, das traditionell mit 72.000 Kanälen angegeben wird. Diese Bahnen heißen im Sanskrit nāḍī, im Thailändischen sen. Für die therapeutische Praxis des Nuad Boran werden aus diesem Gesamtnetz die zehn Hauptlinien (sib sen) herausgegriffen, die als primäre Behandlungspfade gelten. Der Energiekörper wird durch prāṇa (Sanskrit) bzw. lom (Thai: Wind) gespeist, eine Lebensenergie, die nach traditioneller Auffassung über die Atemluft und die Nahrung aufgenommen wird. Darüber hinaus wird angenommen, dass diese Energie über die Grenzen des physischen Körpers hinaus ausstrahlt und ein Feld bildet, das gemeinhin als Aura bezeichnet wird.

Die primäre Funktion des Prāṇamaya Kośa besteht darin, den menschlichen Körper in einem energetischen Gleichgewicht mit dem Universum zu halten. Krankheit wird in diesem Rahmen nicht primär als physisches, sondern als energetisches Phänomen verstanden: Sie entsteht durch Blockierungen oder Unterbrechungen in den sen-Linien, die eine ausreichende Versorgung mit prāṇa verhindern. Nuad Boran gilt daher weniger als Körperarbeit im mechanischen Sinne denn als Energiearbeit, deren eigentliches Ziel die Harmonisierung und das Gleichgewicht innerhalb des Prāṇamaya Kośa ist. Durch rhythmischen Druck und yogaähnliche Dehnungen (yot) kann der Behandelnde Blockaden lösen und den freien Energiefluss wiederherstellen, um das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.

Die Theorie des Prāṇamaya Kośa verweist unmittelbar auf die indischen Wurzeln der thailändischen Heilkünste. Die Namen der zehn Haupt-sen-Linien sind linguistisch mit den indischen nāḍī verwandt und folgen weitgehend identischen anatomischen Verläufen: Sen Sumana entspricht der Suṣumnā Nāḍī, Sen Itha der Iḍā Nāḍī und Sen Pingkhala der Piṅgalā Nāḍī. Diese Übereinstimmungen gelten als Beleg für den direkten Wissenstransfer aus der indischen Yogaphilosophie in die sich eigenständig entwickelnde thailändische Heiltradition.

Gehört beiden Traditionen an.

Zu verwandten Begriffen siehe Prāṇa, Lom, Sib Sen, Sen Sumana, Sen Itha, Sen Pingkhala, Nuad Boran und Yogaphilosophie.

Pranamaya Kosha

Erfahren Sie mehr über Pranamaya Kosha in der traditionellen Thaimassage: Definition, Technik und therapeutische Anwendungen.

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Anne Wuchold

Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.

 

Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.

Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.

In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.

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