Sanskrit

Sanskrit (Sanskrit; auch Saṃskṛta; wörtlich: vollkommen geformt, verfeinert)
Sanskrit ist die altindische Sakralsprache und dient als entscheidendes sprachliches und philosophisches Bindeglied zwischen der Traditionellen Thailändischen Medizin (TTM) und ihren altindischen Wurzeln. Als Sprache der Veden, der Upanishaden und der ayurvedischen Grundtexte liefert Sanskrit die terminologische Grundlage für wesentliche Bereiche der Energietheorie, der Überlieferungsgeschichte und der Körperpraxis, die im heutigen Thailand fortgeführt werden.
Zahlreiche Grundbegriffe der TTM sind direkte Ableitungen aus dem Sanskrit. Der Begriff boran in Nuad Boran geht auf das Sanskrit purāṇa zurück und trägt die Bedeutung des Alten und Heiligen. Das Thai-Wort reusi, das einen asketischen Yogi oder Einsiedler bezeichnet, leitet sich vom Sanskrit ṛṣi ab; diese Figuren gelten als Hüter alter Wissenschaften wie der Naturmedizin und des Yoga. Auch der Name des legendären Begründers der Thai-Massage, Jīvaka Kumāra Bhṛṣa, ist Sanskrit-sprachlich: Jīvaka leitet sich von der Wurzel jīv (leben) ab, während Kumāra Bhṛṣa als der von einem Prinzen Genährte übersetzt werden kann.
Der theoretische Rahmen der zehn Hauptenergielinien (sib sen) ist sprachlich und konzeptuell vom indischen Yoga-System geprägt. Die Namen der primären sen-Linien sind linguistische Kognate ihrer Sanskrit-Entsprechungen: Sen Sumana korrespondiert mit der Suṣumnā Nāḍī, Sen Itha mit der Iḍā Nāḍī und Sen Pingkhala mit der Piṅgalā Nāḍī. Diese Namensübereinstimmungen gelten als eines der deutlichsten Indizien für den direkten Wissenstransfer aus der indischen Yogaphilosophie in die sich eigenständig entwickelnde thailändische Heiltradition.
Da Nuad Boran häufig als angewandtes Hatha-Yoga beschrieben wird, werden viele der assistierten Dehnungen in der Fachliteratur unter ihren ursprünglichen Sanskrit-Āsana-Namen geführt. Zu den gebräuchlichsten gehören Śavāsana (Totenstellung), Halāsana (Pflugsposition), Bhujaṅgāsana (Kobraposition) und Vṛkṣāsana (Baumposition). Diese Terminologie verdeutlicht die enge funktionale Verwandtschaft zwischen den TTM-Körperpositionen und den klassischen Yoga-Āsanas.
In der Ritual- und Gebetssprache der TTM tritt Sanskrit häufig in Verbindung mit Pali auf, der Sprache des buddhistischen Pali-Kanons. Beide Sprachen werden in den Wai-Khru-Zeremonien verwendet, in denen Behandelnde Gebete zur Ehrung der Lehrerlinie und zur Anrufung Jīvakas rezitieren. Pali, das dem Sanskrit eng verwandt ist, übernimmt dabei vorwiegend die liturgische Funktion, während Sanskrit die technische und philosophische Terminologie stellt. Auch in der medizinischen Diagnose fließt Sanskrit-sprachliche ayurvedische Terminologie in die TTM ein, etwa bei der Beschreibung von Dosha-Ungleichgewichten oder von Erkrankungen, die dem Vāta-Prinzip zugeordnet werden, das im Thai als Wata bezeichnet wird.
Gehört beiden Traditionen an.
In Zusammenhang stehen die Einträge Pali-Kanon, Wai Khru, Jivaka Kumar Bhaccha, Sib Sen, Sen Sumana, Reusi Dat Ton, Ayurveda und Yogaphilosophie.
ayur yoga massage · Thai-Massage · Shiatsu · Ausbilderin
Anne Wuchold
Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.
Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.
Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.
In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.



