Theravada-Buddhismus

Theravada-Buddhismus (Theravāda; Pali: theravāda; wörtlich: Lehre der Älteren; auch Hinayana, südlicher Buddhismus)
Der Theravada-Buddhismus bildet das religiöse und ethische Fundament der thailändischen Gesellschaft und ist untrennbar mit der Geschichte, Theorie und Praxis der Traditionellen Thailändischen Medizin (TTM) verknüpft. In Thailand bekennen sich schätzungsweise 95 Prozent der Bevölkerung zu diesem Zweig des Buddhismus, der daneben in Sri Lanka, Burma, Laos und Kambodscha praktiziert wird und dessen Schriften in der mittelindischen Sprache Pali überliefert sind.
Die institutionelle Verbindung zwischen Theravada-Buddhismus und Thai-Heilkunst reicht weit in die Geschichte zurück. Der Pali-Kanon, die heilige Schriftensammlung des Theravada (Tipiṭaka), enthält die frühesten schriftlichen Berichte über Jīvaka Kumāra Bhṛṣa, den legendären Begründer der Thai-Massage, der darin als Leibarzt des Buddha und der Mönchsgemeinschaft (saṅgha) beschrieben wird. Um das Jahr 1292 wurde der Theravada-Buddhismus zur offiziellen Religion Siams, des heutigen Thailand, erklärt; seitdem sind buddhistische Tempel (wat) die institutionellen Zentren, in denen medizinisches Wissen und Massagetechniken über Jahrhunderte bewahrt und weitergegeben wurden. Mönche fungierten dabei häufig als Heiler und übermittelten ihr Wissen in mündlicher Überlieferung von einer Generation zur nächsten.
Im Theravada-Kontext wird die Massage als körperliche Anwendung spiritueller Ideale verstanden, insbesondere der vier göttlichen Geisteszustände (brahma-vihāra). Mettā, die liebende Güte, gilt als primäre Motivation des Behandelnden und als Wunsch, dass alle Wesen glücklich seien. Karuṇā, das Mitgefühl, bezeichnet die einfühlende Wahrnehmung des Leidens des Empfängers. Muditā, die Mitfreude, meint die aufrichtige Freude über das Wohlergehen und den Fortschritt anderer. Upekkhā schließlich bezeichnet den Zustand mentaler Ausgeglichenheit und gegenwärtiger Aufmerksamkeit, der es dem Behandelnden erlaubt, ohne Anhaftung oder Reaktivität zu arbeiten. Diese vier Geisteszustände zusammen konstituieren nach traditioneller Auffassung die innere Haltung, ohne die eine Behandlung ihre eigentliche therapeutische Tiefe nicht entfalten kann.
Die ethische Praxis des Behandelnden orientiert sich an den fünf Silas, den grundlegenden buddhistischen Tugendregeln, die das Verbot des Tötens, des Stehlens, des sexuellen Fehlverhaltens, der Lüge und des Genusses berauschender Mittel umfassen. Diese Regeln bilden den moralischen Rahmen, innerhalb dessen die Heilkunst ausgeübt wird. Eine Behandlungssitzung beginnt traditionell mit einem Gebet (puja) zu Ehren Jīvakas, das den Behandelnden zentriert und die Verbindung zur spirituellen Überlieferungslinie herstellt. Die Sitzung selbst wird häufig als Form meditativer Bewegung oder Achtsamkeitspraxis verstanden, in der körperliche Arbeit und innere Sammlung untrennbar ineinandergreifen.
Gehört beiden Traditionen an.
Vgl. die Einträge Jivaka Kumar Bhaccha, Pali-Kanon, Metta, Brahma-Vihāra, Wai Khru, Puja und Wat Pho.
ayur yoga massage · Thai-Massage · Shiatsu · Ausbilderin
Anne Wuchold
Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.
Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.
Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.
In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.



