Upekkha (Gleichmut)

Upekkha (upekkhā; Pali: อุเบกขา; Sanskrit: upekṣā; auch Gleichmut, mentale Ausgewogenheit, Unvoreingenommenheit; Thai: อุเบกขา)
Upekkhā ist ein Begriff des Theravada-Buddhismus und bezeichnet den Geisteszustand des Gleichmuts, verstanden als stabile mentale Ausgeglichenheit, die weder durch Zuneigung noch durch Abneigung aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Upekkhā bildet den vierten und in gewissem Sinne grundlegendsten der vier göttlichen Geisteszustände (brahma-vihāra), zu denen daneben mettā (liebende Güte), karuṇā (Mitgefühl) und muditā (Mitfreude) gehören. Während die ersten drei brahma-vihāra die emotionale Hinwendung zum Gegenüber betonen, stellt upekkhā das stabilisierende Fundament dar, auf dem diese Zustände dauerhaft ruhen können, ohne in Anhaftung, Mitleid oder überschwängliche Freude abzugleiten.
In der Praxis der Traditionellen Thailändischen Medizin (TTM) nimmt upekkhā eine unverzichtbare regulierende Funktion ein. Der durch spezifische meditative Praktiken kultivierte Zustand des Gleichmuts zeichnet sich durch Ruhe und Stabilität aus, ohne dabei an Wachheit und Reaktionsfähigkeit einzubüßen. Ein wesentliches Merkmal ist die Verankerung im gegenwärtigen Moment: Der Behandelnde verliert sich nicht in Visualisierungen, Erwartungen oder gedanklichen Abschweifungen, sondern bleibt vollständig präsent und mit dem Empfänger verbunden. Diese Qualität der ungeteilten Aufmerksamkeit ist die Voraussetzung dafür, dass die Behandlung als bewegte Meditation erfahren werden kann und die Lebensenergie lom nach traditioneller Auffassung ungehindert durch das System fließt.
Upekkhā ermöglicht dem Behandelnden darüber hinaus, jedem Empfänger mit derselben wertfreien Haltung zu begegnen, unabhängig von dessen Persönlichkeit, Verfassung oder energetischem Zustand. Diese Unvoreingenommenheit ist von besonderer praktischer Bedeutung, da sie den Behandelnden davor schützt, durch eigene emotionale Reaktionen abgelenkt zu werden, und es ihm erlaubt, sich vollständig auf die individuellen energetischen Bedürfnisse des jeweiligen Empfängers einzustellen. Wie die übrigen brahma-vihāra dient die Kultivierung von upekkhā damit auch der Verringerung der Selbstzentriertheit des Behandelnden und der Stärkung seiner Kapazität für echte, achtsame Fürsorge.
Gehört beiden Traditionen an.
Weiterführend sind die Einträge Metta, Karuna, Mudita, Brahma-Vihāra, Theravada-Buddhismus und Heilige Berührung.
ayur yoga massage · Thai-Massage · Shiatsu · Ausbilderin
Anne Wuchold
Anne ist seit 15 Jahren Yoga- Thaimassage und Shiatsu- Therapeutin.
Sie lebte 10 Jahren in Indien, die letzten 5 Jahre in Ägypten, arbeitet weltweit als Körpertherapeutin an Land und im Wasser - Yogalehrerin und Freedive-Instructor, leitet Ausbildungen in Deutschland, begleitet Spirituelle Yoga Reisen durch Indien und Blauer Lotus und heilige Tempel Reise in Ägypten und managed ihr Retreat-Center auf Sardinien.
Als gelernte Schauspielerin vereint sie Heilung, Humor und Leichtigkeit sowie präzise Technik in ihren Ausbildungen. Seit über 10 Jahren ist sie in der Pflanzenmedizin aus verschiedenen Traditionen geschult und hat 2007 Yogatherapie in Kerala studiert.
In Chiang Mai, Thailand, lernte sie von Thaimassage-Meistern mit denen sie heute zusammenarbeitet und deren Wissen weltweit weitergeben darf.



